Alexander Prinz erklärt nächtliches Erklingen der Jeetzer Kirchenglocken von Heiligabend zum Ersten Weihnachtsfeiertag

Glockenläuten: Tradition zum Festbeginn

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Die Glocken der Kirche in Jeetze läuteten bereits im Jahr 2016 zu den Festtagen, wie auch im vergangenen Jahr wieder. Denn die Tradition gebe es laut Alexander Prinz in der Ortschaft schon ewig.

Jeetze. „Das Erklingen der Kirchenglocken zu christlichen Festtagen soll zum einen die Feste einläuten und zum anderen an die christliche Tradition und den Ursprung der Feste erinnern.“

So erklärt Alexander Prinz, Mitglied des Gemeindekirchenrates, das zehnminütige Erklingen der Jeetzer Kirchenglocke in der Nacht von Heiligabend zum Ersten Weihnachtsfeiertag um 4 Uhr. Dieses kritisierte zuvor Isabel Kramer aus Jeetze in einem Leserbrief.

Die Kirchenglocken wurden laut Alexander Prinz traditionell zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten geläutet und er erklärte weiter, dass es diesen Brauch „des nächtlichen Geläutes schon ewig in Jeetze gibt“, was entsprechende Aufzeichnungen und Protokolle belegen. Allerdings sei diese Tradition „in den 1950er Jahren eingeschlafen“, was er mit dem sinkenden Interesse am kirchlichen Leben begründet. Außerdem wurden Kirchenglocken „bis in die 1990er Jahre mit der Hand geläutet.“ Weil das heutzutage nicht mehr so ist und die Glocken auch von zu Hause aus zum Erklingen gebracht werden können, „haben wir uns für die Wiederaufnahme entschieden“, sagt das Gemeindekirchenratsmitglied. Denn „damit wird noch einmal die Kirche und der christliche Ursprung der Feste ins Gedächtnis gerufen.“

Wer ursprünglich bestimmt hat, dass die Glocken nachts um 4 Uhr zu den Feiertagen zu hören sind, ließe sich leider nicht mehr sagen. Doch die Wiederaufnahme des Brauchs im Jahr 2016 zu Weihnachten und Ostern entschied der Gemeindekirchenrat, so Alexander Prinz. Dabei gebe es zu Ostern noch eine Besonderheit: „Die Glocken klingen von Karfreitag bis zu jedem festlichen Einläuten des Osterfestes.“

Die Tradition des nächtlichen Glockenläutens in Jeetze – wozu das Gemeindekirchenratsmitglied im Jahr 2016 auch positive Reaktionen der Anwohner erhielt – soll beibehalten werden, „wenn jemand diesbezüglich Gesprächsbedarf hat, soll er sich an den Gemeindekirchenrat wenden“, teilt Alexander Prinz mit.

Von Ina Tschakyrow

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