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Gibt es bald eine Gehölzschutzsatzung für die Einheitsgemeinde Kalbe?

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Von: Ina Tschakyrow

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Baumstumpf an der Wassertretstelle im Kurpark Kalbe
Im Kurpark in Kalbe mussten in den vergangenen Jahren immer wieder Bäume gefällt werden. Auch in den Ortschaftsräten sind Bäume immer wieder Thema. Deswegen könnte es bald eine Gehölzschutzsatzung geben. © Hanna Koerdt

Bäume sind immer wieder Thema in den Ortschaftsräten, vor allem Pflegeschnitte und Baumfällungen, wie zum Beispiel im Kurpark in Kalbe. Deswegen wird nun eine Gehölzschutzsatzung erarbeitet.

Kalbe – Die Pflegeschnitte an Bäumen an Gehwegen in den Ortschaften werden bemängelt, kritisch gesehen wurde schon oftmals das Fällen von Bäumen vor allem im Kurpark in Kalbe, gewünscht werden sich oft auch Neuanpflanzungen von Bäumen und Unklarheiten gibt es oft wegen der Zuständigkeiten. Eine entsprechende Satzung, wie zum Beispiel eine Gehölzschutzsatzung, klärt all das. Solch eine Satzung gibt es für die Einheitsgemeinde Kalbe bisher aber nicht. Wie Bürgermeister Karsten Ruth auf Nachfrage der Altmark-Zeitung informiert, könnte sich das bald ändern.

Absprache mit Ortsbürgermeistern

Es gibt einen Entwurf für solch eine Satzung, wie Karsten Ruth sagt, die immer einer Abstimmung mit der Naturschutzbehörde bedarf. Dieser wurde erarbeitet, weil Bäume in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder Thema waren. In Ortschaftsräten wurde viel darüber diskutiert, ebenso über die Bäume im Kurpark. Dabei ging es unter anderem um Ersatzanpflanzungen. Auch diese werden in der Gehölzschutzsatzung geregelt. Solch eine Regelsatzung, sagt Kalbes Bürgermeister, werde für die Einheitsgemeinde Kalbe benötigt, vor allem auch für die lokalen Besonderheiten wie dem Kurpark. Mit einer eigenen Satzung können verschiedene Angelegenheiten besser umgesetzt werden. Bürger können sich zudem vorher informieren, „was beispielsweise auf sie zukommt, wenn sie einen Baum fällen“, also ob zum Beispiel Neuanpflanzungen erfolgen müssen, erklärt Karsten Ruth.

Die Ortsbürgermeister wurden bereits bei der Ortsbürgermeisterrunde informiert. „Es wird erfragt, ob das gewollt ist“, erklärt Karsten Ruth. In den Ortschaftsräten wird die mögliche neue Gehölzschutzsatzung im ersten Quartal 2022 besprochen. Anschließend beraten die städtischen Fachausschüsse sowie der Stadtrat, der über den Beschluss der neuen Satzung abstimmt.

Vor mehreren Jahren wurde Vorhaben abgelehnt

Es gab vor mehreren Jahren bereits einen Entwurf für eine Gehölzschutzsatzung. „Dieser war allerdings bereits im Rahmen des Anhörungsverfahrens der Ortschaftsräte vom Grunde her abgelehnt worden, so dass er vom Stadtrat nicht aufgerufen wurde“, sagt Karsten Ruth. Es wurde, erklärt der Bürgermeister, „damals eine Überregulierung bei einem gleichzeitigem Fehl an effektiven Überwachungs- und Kontrollmöglichkeiten“ befürchtet.

Derzeit wird für Festlegungen innerhalb der Ortslagen der Einheitsgemeinde Kalbe noch die Gehölzschutzverordnung des Altmarkkreises Salzwedel genutzt, teilt der Bürgermeister mit.

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