Brunauer Ortschaftsrat diskutiert mit Arnold Schneider über den Flächennutzungsplan

Gebiete für Eigenheime fehlen

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In unmittelbarer Nähe des Brunauer Einkaufsmarktes sollen in naher Zukunft zwei bis drei neue Eigenheime entstehen.

ann Brunau. In Plathe stehen fünf große Wohnhäuser mit Hof leer, in Brunau hingegen gibt es kein ausgewiesenes Eigenheimgebiet. Das sagte Planer Arnold Schneider am Dienstag während der Brunauer Ortschaftsratssitzung, als das Thema Flächennutzungsplan der Dörfer Brunau und Plathe diskutiert wurde.

„Wir haben das Thema bislang nicht ernst benommen“, meinte Ortsbürgermeisterin Ortrun Cyris. Aber auch die Einwohner der beiden Orte zeigten bisher nur ein sehr geringes Interesse, wie in Zukunft ihre beiden Dörfer aussehen sollen. Das soll sich aber nach der Beratung ändern, hofft Ortrun Cyris und forderte alle Ratsmitglieder auf, die Einwohner für dieses Thema zu sensibilisieren.

Einig war sich der Rat, dass Brunau eine neue Eigenheimfläche benötigt, weil der Bedarf an neuen Häusern vorhanden sei. So entstehen an der Querstraße unweit des Einkaufmarktes an der Bahnhofstraße in naher Zukunft zwei bis drei neue Eigenheime. Doch nach dem Bau ist das Gebiet so gut wie zugebaut und die Gemeinde hat keine Flächen, die als Bauplätze ausgelegt werden können, stellte Ortrun Cyris fest.

Deshalb stimmte der Rat dafür, alle Straßen im Ort zu einem Mischgebiet für Wohnen und Gewerbe auszulegen. Das trifft sowohl für die Große und Kleine Dorfstraße, die Jeetzer- und Plather Straße sowie für die Dolchauer Straße, am Sportplatz und Zu den Elsen zu. Denn in Brunau gibt es insgesamt 68 Gebäude und Gebiete mit gewerblicher Nutzung. In Plathe sind es immerhin elf, informierte der Planer.

Über den Flächennutzungsplan der Orte Brunau und Plathe diskutierte der Rat mit Planer Arnold Schneider. Dabei wurde deutlich, dass es in Brunau kein ausgewiesenes Wohnbaugebiet gibt. In Plathe hingegen stehen fünf Wohnhäuser komplett leer.

Arnold Schneider stellte aber während seiner Ausführungen auch klar, dass der Flächennutzungsplan ein Vorentwurf ist, so wie ihn die Genehmigungsbehörde gern hätte. Änderungen und Einsprüche sind gern gesehen, merkte Arnold Schneider an. Und die gab es auch vonseiten des Rates während des Abends reichlich, auch in puncto Grenzverlauf hinter den einzelnen Grundstücken. Auch Wohnbauflächen mit Tierhaltung soll es in Zukunft geben. „Denn Dorf soll Dorf bleiben“, so der Planer aus dem brandenburgischen Glienicke. Dem stimmte der Rat auch zu und stellte klar, dass Wohnen auf den Dörfern einen hohen Schutzanspruch habe. Schneider informierte auch darüber, dass Kinderlärm kein Lärm sei. Zum Thema Erweiterung der Biogasanlage mit einer Gärrestaufbereitungsanlage an der Dolchauer Straße gab der Planer Entwarnung. „Es wird keine weitere Verkehrsbelastung durch die Anlage geben“, stellte er klar. Zu Plathe sagte Schneider: „Es ist ein typisches Beispiel für den demografischen Wandel mit Einwohnerrückgang in der Altmark.“ Fünf große Wohnhäuser und Höfe stehen leer. „Große Höfe haben viel Potenzial für die Zukunft“, machte Arnold Schneider dem Ortschaftsrat Mut. Zumal das Dorf eine neue asphaltiere Straße besitze.

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