Freiwilliges Angebot für Corona-Test vor der städtischen Sitzungen in Kalbe

Nur ein Ausschussmitglied nutzte Test-Angebot

Eine Person testet sich
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Volkmar Erl nutzte das Angebot und führte einen Corona-Test durch, den er von Renate Ahlfeld erhielt.
  • Ina Tschakyrow
    vonIna Tschakyrow
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Ende April hatte der Stadtrat Kalbe beschlossen, zukünftig vor den städtischen Ausschüssen und dem Stadtrat den Anwesenden die Möglichkeit zu geben, freiwillig einen Corona-Test durchzuführen. Das wird zwar genutzt, aber verhalten.

Kalbe – Am Donnerstag fand eine Sitzung des Hauptausschusses im Kulturhaus statt. Im Eingangsbereich war Stadtverwaltungsmitarbeiterin Renate Ahlfeld, die die Corona-Tests ausgab. Einen freiwilligen Test machte nur ein Mitglied des Hauptausschusses, Volkmar Erl. Es sei eine Sicherheit für die anderen, wenn er sich testen lasse, sagte Volkmar Erl, da es in Kalbe noch aktive Fälle gebe. Nervös sei er wegen des Ergebnisses nicht. Seinen letzten Corona-Test habe er am Montag gemacht, deswegen habe er sich auch am Dienstag nicht testen lassen. Am Dienstagabend fand eine nichtöffentliche Sitzung des Stadtrates statt, bei der es erstmals das Angebot eines freiwilligen Tests gab. Die Mitglieder, Stadtverwaltungsmitarbeiter und Einwohner führen den Test mit einem Nasenabstrich selbst durch. Innerhalb weniger Minuten erscheint das Ergebnis. Bei Volkmar Erl war es negativ, er konnte also an der Sitzung am Donnerstagabend teilnehmen. Wenn es positiv gewesen wäre, hätte er sich sofort in Quarantäne begeben müssen.

Das Angebot des freiwilligen Corona-Tests werde zwar genutzt, teilt Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth mit, aber eher verhalten. Renate Ahlfeld erklärte, dass einige der Anwesenden schon geimpft und auch genesen sind. Andere Ausschussmitglieder machen beruflich regelmäßig Tests oder bringen das Schreiben mit, dass sie sich testen lassen haben und negativ sind. Es gibt also plausible Gründe, warum sich nicht viele der Anwesenden vorher testen lassen, so Karsten Ruth. Es werde trotzdem weiterhin dieses Angebot geben, sagte der Bürgermeister. Das sei aber auch davon abhängig, wie sich die Inzidenzen entwickeln.

Die Idee regte Mirko Wolff an. Der Stadtrat tagt seit der Corona-Krise im Kulturhaus, wo jedes der Mitglieder einen einzelnen Tisch mit genügendem Abstand zu den Sitznachbarn besetzt. Bauausschuss, Finanz- und Sozialausschuss sowie Hauptausschuss finden weiterhin im Sitzungssaal des Rathauses statt, da diese jeweils wesentlich weniger Mitglieder haben. Mirko Wolff regte aber besonders wegen dieser Sitzungen an, einen Corona-Selbsttest anzubieten. Daraufhin wurde das freiwillige Angebot beschlossen, eine Pflicht ist nicht möglich.

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