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Pool-Partys nur mit Schließtagen möglich?

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Von: Hanna Koerdt

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Der Eingang des Kalbenser Freibades
Was Veranstaltungen anbelangt, war in den vergangenen drei Jahren, unter anderem wegen Corona, im Kalbenser Freibad nichts los. Der Förderverein will das 2023 ändern. Doch die Feste sind auch abhängig von der Personalsituation im Freibad. © Hanna Koerdt

Der Kalbenser Freibad-Förderverein möchte nicht nur wieder aktiv Mitglieder werben (wir berichteten), sondern allgemein aktiv werden und nach drei Jahren wieder Veranstaltungen anbieten. Ein Vorsatz, der aber nicht nur in der Hand des Fördervereins liegt. Denn was veranstaltet werden kann, ist auch abhängig von der Personalsituation im Freibad.

Kalbe – Coronabedingt konnte der Förderverein in den Jahren 2020 und 2021 nichts veranstalten. Das Kinderfest zur Eröffnung fiel ebenso aus, wie das Mitternachtsschwimmen, das Neptunfest und auch die Beachparty. Auch in diesem Jahr fand keines der Feste statt, diesmal aber freiwillig entschieden, erklärte der wiedergewählte Vorsitzende Mirko Wolff während der Jahreshauptversammlung, nachdem es aus den Vereinsreihen selbst deshalb Kritik gegeben hatte.

Mirko Wolff und Schwimmmeister Carsten Hartmann, der bis vor Kurzem auch der zweite Vorsitzende des Fördervereins war, zweifelten, ob genug Besucher zu Veranstaltungen kommen würden, weil so viele andere Feste in diesem Jahr nachgeholt wurden. Und: Da trotz des wiederholten Stellenangebots der Stadt für einen Rettungsschwimmer niemand gefunden werden konnte, um Hartmann zu unterstützen, musste sehr genau auf die Stundenzahl des Schwimmmeisters geachtet werden. Wäre diese durch beispielsweise Abendveranstaltungen wie die Beachparty und das Mitternachtsschwimmen überschritten worden, „hätte das Freibad am Tag darauf geschlossen werden müssen“, erklärte Mirko Wolff. Und bei Schließzeiten gibt es stets Kritik.

Die Stadt Kalbe sei nicht die einzige betroffene Kommune, „wir brauchen alle Fachpersonal“, fasste der Vereinsvorsitzende es zusammen. Offen bleibt, ob dieses Problem auch im kommenden Jahr bestehen bleibt. Mirko Wolff erklärte, dass er Kontakt zur Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hatte, um das Freibad Kalbe zu einem DLRG-Stützpunkt zu machen und Rettungsschwimmer hier auszubilden. Denn das Bad in Kalbe sei „eines der letzten Sportbäder“, so Wolff. Die DLRG habe das Kalbenser Bad aber dafür bisher nicht „favorisiert“. Wolff wolle aber trotzdem mit der DLRG auf Landesebene weitersprechen. Eventuell, so stellten die Vereinsmitglieder während der Versammlung eine Idee in den Raum, könnte der Verein die Ausbildung von Fachpersonal finanziell oder auf eine andere Weise unterstützen, was ein Anreiz wäre.

Zumindest auf eine Veranstaltung legte sich der Förderverein während der Jahreshauptversammlung fest: Ein Familienfest soll es geben, vermutlich aber nicht zeitgleich zur Eröffnung, die immer am 1. Juni, dem Kindertag, ist, da es ein Werktag sein könnte. Ein Tag am Wochenende sei für ein großes Fest besser geeignet.

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