Franziska Klotz hat Förderung für Umbau beantragt

Dorfgemeinschaftsladen für Engersen geplant

Auf dem Riethwiesenhof in Engersen soll ein Dorfgemeinschaftsladen entstehen
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In einem ungenutzten Teil des Riethwiesenhofes in Engersen soll ein Dorfgemeinschaftsladen entstehen.
  • Hanna Koerdt
    vonHanna Koerdt
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Franziska Klotz und Rudolf Sasse vom Riethwiesenhof in Engersen planen einen Dorfgemeinschaftsladen mit Begegnungsküche in Engersen. Dafür haben sie eine Förderung beantragt.

Engersen – Ein „Dorfgemeinschaftsladen“ soll in Engersen entstehen, erklärte vor Kurzem Rudolf Sasse dem Engersener Ortschaftsrat. Er war stellvertretend für Franziska Klotz zur Sitzung gekommen, die diesbezüglich einen Förderantrag beim Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) gestellt hat.

Der Dorfgemeinschaftsladen soll in einem bis jetzt ungenutzten Teil des Engersener Riethwiesenhofes von Franziska Klotz und Rudolf Sasse entstehen. Der Ortschaftsrat musste nun für das Vorhaben sein Okay geben, wobei die Mitglieder noch einige Fragen hatten, bevor sie einstimmig ihr „Ja“ gaben. So fragte Konrad Jung nach dem konkreten Konzept, denn er dachte zunächst nur an einen einfachen Hofladen, oder an einen wie „Von Hand auf´s Land“, den Franziska Klotz in Kalbe betreibt. Allerdings ist das Konzept tatsächlich etwas weiter gedacht. Aus einem Dorfgemeinschaftsladen soll die Gemeinschaft einen weiteren Nutzen ziehen. Es geht um die Versorgung mit regionalen, aber nicht ausschließlich biologisch hergestellten Produkten, die in Engersen verkauft werden können. Davon profitieren regionale Produzenten, ältere Menschen aus dem Dorf, die nicht so mobil sind, aber ebenso junge Familien. Denkbar wäre auch ein Pfandrücknahmesystem, erklärte Rudolf Sasse. Denn er und Franziska Klotz sehen immer wieder Einwohner, die mit vollen Tüten mit Pfandflaschen auf dem Fahrrad nach Kalbe unterwegs sind. Darüber hinaus soll es eine Begegnungsküche geben. Diese soll von Gruppen, Privatpersonen und Co. genutzt werden können, die dort kochen, Obst verarbeiten und Ähnliches.

Die Gemeinde hat an dem Laden keine Anteile, wie es bei einem Genossenschaftsladen der Fall ist. „Das Risiko tragen wir“, erklärte Rudolf Sasse. Auch stelle der Laden keine Konkurrenz zum Dorfgemeinschaftshaus dar, da hier keine Veranstaltungen geplant sind. Der Dorfgemeinschaftsladen soll mit einer automatischen Kasse autark laufen. Falls die Förderung bewilligt wird, soll im Mai mit dem Rückbau im Inneren begonnen werden. Dieser wird aber nicht gefördert, sondern nur der Umbau und die Einrichtung.

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