Zu- und Abläufe geschlossen

400 Fische in drei Kalbenser Teichen tot: Substanz ist noch unbekannt

Knapp 400 Karpfen, Karauschen, Schleien und Goldfische verendeten in den drei Teichen in Kalbe. Das Wasser war milchig und schäumte. Die genauen Ursachen werden nun untersucht, Wasserproben wurden genommen und Zu- sowie Abflüsse geschlossen.
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Knapp 400 Karpfen, Karauschen, Schleien und Goldfische verendeten in den drei Teichen in Kalbe. Das Wasser war milchig und schäumte. Die genauen Ursachen werden nun untersucht, Wasserproben wurden genommen und Zu- sowie Abflüsse geschlossen.
  • Hanna Koerdt
    VonHanna Koerdt
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Kalbe – Vor Kurzem sind etwa 400 Fische in drei Teichen in Kalbe verendet (wir berichteten). Die Kalbenser Feuerwehr war gegen 17.30 Uhr als Erstes vor Ort. Hinzugezogen wurden die Polizei sowie Kreisordnungsamtsleiter Hans Thiele und das Kreis-Veterinäramt.

Fast alle Karpfen, Karauschen, Schleien und Goldfische in den Teichen sind verendet. Vorerst wurden weder die toten noch die lebenden Fische aus den Teichen geholt, so Kreisdezernatsleiter Hans Thiele gegenüber der Altmark-Zeitung.

Durch die drei Teiche wird Oberflächenwasser einer benachbarten Agrar-Gesellschaft abgeführt. Dabei handelt es sich nicht um übliches Abwasser, sondern um beispielsweise das Wasser aus Regenrinnen etc.. Die drei Teiche sind untereinander mit Rohren verbunden und haben einen Ablauf in die Milde. „Das Wasser in den Teichen war milchig“, so Hans Thiele.

Außerdem schwamm weißer Schaum auf der Wasseroberfläche. Eine Ursache für die Verunreinigung mit der unbekannten Substanz konnte man vor Ort noch nicht feststellen. Es handelt sich um sehr alte Rohrsysteme, deren Verlauf und Anschlüsse nun geprüft werden müssen, so Thiele. Der Firmenzulauf zu den Teichen wurde sofort geschlossen, ebenso wie der Ablauf in die Milde. „Zu sehen war in der Milde nichts, aber wir haben die ABC-Abteilung der Kalbenser Feuerwehr hinzugezogen“, erklärt Thiele. Diese habe Wasserproben sowohl aus den Teichen wie auch aus der Milde genommen. Die Proben wurden über das Wochenende eingefroren und heute an ein Labor geschickt, die Ergebnisse liegen hoffentlich Ende dieser Woche vor. „Dann werden wir weitere Maßnahmen ergreifen“, sagt Hans Thiele.

Die Schadenshöhe konnte von der Polizei bisher noch nicht beziffert werden. Eine Strafanzeige wurde allerdings gestellt, die Kriminalpolizei ermittelt. Geprüft werden müsse, so die Polizei in Salzwedel auf Nachfrage der AZ, wie die Substanz überhaupt ins Wasser gelangen konnte.

VON HANNA KOERDT

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