Brandermittler wollen Dachgeschoss betreten

THW sichert abgebranntes Haus in Faulenhorst

THW sichert das Dach des abgebrannten Hauses in Faulenhorst
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Der Ortsverband Salzwedel des Technischen Hilfswerks wain Faulenhorst und sicherte das abgebrannte Wohnhaus, damit die Brandermittler das Obergeschoss betreten können.
  • Hanna Koerdt
    vonHanna Koerdt
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Damit die Brandermittler nach dem Feuer des Wohnhauses in Faulenhorst am 26. März das Dachgeschoss betreten können, musste es vorab vom THW gesichert werden.

Faulenhorst – „Wir wurden von der Polizei um Unterstützung ersucht“, erklärte Constantin Chmelka am Sonnabend in Faulenhorst. Der Zugführer des Ortsverbandes Salzwedel des Technischen Hilfswerks (THW) war mit acht weiteren Kameraden am Wohnhaus tätig, welches in der Nacht am 26. März abbrannte.

Die Ermittlungen zur Ursache des Feuers – zuvor wurden dreimal Scheunen auf dem Hof angezündet – dauern an. Zwar waren schon ein Brandmittelspürhund und eine Drohne im Einsatz, mit der Fotos vom Dachstuhl gemacht wurden, jedoch wollen die Brandermittler den Dachstuhl auch betreten. Das Technische Hilfswerk hat nun dafür die Sicherheit hergestellt. „Es handelt sich hier um alte Baustruktur mit Lehmdecken“, erklärte Chmelka, die aufgrund der Löscharbeiten und des großen Wassereintrags instabil geworden sind. Damit sie nicht absacken, wurden die Decken in sechs Räumen mit Metallstützen und Holzbohlen, sogenannten Schwelljochen gesichert, nachdem die Einsatzkräfte, die alle freiwillig beim THW mitwirken, sich zunächst Platz geschafft hatten: Verbliebene Möbel und verbrannter Unrat wurden rausgetragen oder auf Schubkarren geschippt.

Nach der Sichtung wollten die Einsatzkräfte, die ab 8 Uhr bis zum späten Nachmittag vor Ort waren, vor allem außen am Haus Leitern mit Kopfpunktsicherungen festmachen, damit sie selbst, aber später auch die Brandermittler nach oben gehen können. Dazu musste die Dachrinne geflext werden. Kurzfristig wurde nach der Sichtung noch entschieden, das komplett abgebrannte Treppenhaus, weil es unbenutzbar war, rauszureißen, und anstelle der Treppen eine Leiter in das obere Geschoss des Hauses zu setzen. „Oben gibt es sehr starke Brandzehrungen in den Dachbalken“, berichtete Constantin Chmelka. Auf der Decke liegen Unmengen von zerbrochenen Dachziegeln. Die Einsatzkräfte legten dort Stege aus stabilen Brettern. So ist Trittsicherheit gegeben und das Gewicht eines Menschen verteilt sich maximal.

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