Auch Kalbe wird nun beim Herstellungsbeitrag II vom Gardelegener Wasserverband zur Kasse gebeten

Fast 24 000 Euro für das Kulturhaus

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Das mächtige Kulturhaus in Kalbe ist der größte Einzelposten der Kommune beim Herstellungsbeitrag II. Fast 24 000 Euro müssen an den Gardelegener Wasserverband überwiesen werden.

Kalbe. 23 800 Euro. So viel Geld muss die Stadt Kalbe für das ihr gehörende Kulturhaus bezahlen. Dies erläuterte Kämmerin Ingrid Bösener während der jüngsten Stadtratssitzung. Das Geld geht an den Gardelegener Waserverband.

Der kassiert es im Rahmen des Herstellungsbeitrags II. Dieser Beitrag wird bei Grundstücken fällig, die vor dem 15. Juni 1991 an das öffentliche zentrale Schmutzwassernetz angeschlossen worden sind. Und dazu gehört eben auch das Kulturhaus in Kalbe.

Nachdem die Rechnungen innerhalb des Gardelegener Stadtgebiet mittlerweile verschickt worden sind (wir berichteten), ist nun die Einheitsgemeinde Kalbe an der Reihe. Und das Kulturhaus ist dabei für die Stadt der größte Einzelposten. Ursprünglich hatte die Stadt eine geschätzte Summe von 16 000 Euro errechnet. „Aber dieser Betrag reicht nicht aus“, erläuterte Ingrid Bösener. Und so muss nach neuesten Berechnungen um 7 800 Euro auf 23 800 Euro erhöht werden. Die Chance, dass die Stadt – sie geht formal in Widerspruch – nicht zahlen muss, sei „relativ gering“, wie Bürgermeister Karsten Ruth erläuterte. Und auch Dr. Helmut Bender, der für die Stadt Kalbe in der Verbandsversammlung des Wasserverbandes Gardelegen sitzt, sieht wenig Chancen auf eine Nicht-Zahlung. Das dann fehlende Geld, so Bender, würde vom Wasserverband stattdessen auf anderen Wegen direkt von den Kommunen kassiert. Wie Karsten Ruth erklärte, sei der Herstellungsbeitrag II bisher auch „gerichtsfest“, verstoße also nicht gegen Recht und Gesetz. Einzig ein entsprechender Landtagsbeschluss fehle noch.

Von Stefan Schmidt

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