Kooperation mit Berge für den Männergesangverein Engersen wichtig / Bestätigung des Vorstandes bei der Jahressitzung

„Fäden aufgreifen und daraus Tau knüppern“

Vorsitzender Herbert Herzmann (rechts) überreichte Helmut Bochum für seine 60-jährige Mitgliedschaft im Männergesangverein die Goldene Ehrennadel des Landeschorverbandes.

Engersen. Der Engersener Männergesangsverein machte seinem Namen „Einigkeit“ während der Jahreshauptversammlung am Sonnabendabend im Dorfgemeinschaftshaus wieder alle Ehre.

Denn einstimmig sprachen sich die Anwesenden dafür aus, dass der Vorstand für ein weiteres Jahr die Geschicke des Klangkörpers leiten soll. Damit bleibt Herbert Herzmann weiterhin der Vorsitzende und Konrad Jung sein Stellvertreter. Um das Geld kümmert sich auch 2012 Wolfgang Reboné, um das Schriftliche Volker Gille. Als Beisitzer fungieren Lutz Haberland (Öffentlichkeitsarbeit) und Eckhard Roitsch (Chronik und Geschichtliches).

Roitsch hatte an diesem Abend auch die Leitung der Versammlung inne und wünschte seinen Sangesbrüdern für 2012 „Durchhaltevermögen für den Chor“. Denn sie mussten sich im vergangenen Jahr von zwei Sangesbrüdern für immer verabschieden und Nachwuchs ist nicht in Sicht. Die Auftritte aber wollen gemeistert werden.

Das machte auch Herbert Herzmann in seinem Rechenschaftsbericht über 2011 zum Thema, nachdem er die Gäste – den Vorstand des Frauenchores Engersen, Ortsbürgermeister Wilfried Hartmann und Fritz Eggert vom Männerchor Berge – begrüßt hatte. 21 öffentliche Auftritte hatte der Engersener Männergesangverein zu meistern. „So etwas war noch nie da“, resümierte er. Mit den Übungsabenden habe man sich im vergangenen Jahr stolze 59 Mal getroffen, bilanzierte Herzmann. Es waren zwar zwei traurige Anlässe darunter, der Rest aber waren schöne Auftritte zu verschiedenen Jubiläen und Konzerten. Dabei sei der Chor aber auch an seine Grenzen gestoßen. Denn beispielsweise zum Auftritt in Quarnebeck seien von den 21 aktiven Sängern nur 13 Sänger mitgekommen. „Wir haben uns wacker geschlagen und es war sehr schön“, erklärte der Vorsitzende, aber gute Chormusik darzubieten sei mit dieser Besetzung schwierig. Aus diesem Grund freute sich Herzmann, dass einige Auftritte – so zum Beispiel zum Frühlingssingen in Klötze, zum Sängertreffen in Letzlingen, zum Sachsen-Anhalt-Tag in Gardelegen und zum Kahnbergfest – gemeinsam mit den Berger Sängern bestritten werden konnten. Dafür bedankte er sich und brachte wie auch Lutz Haberland seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die beiden Klangkörper auch 2012 wieder gesanglich kooperieren.

Das sieht der musikalische Leiter der beiden Männergesangvereine in Engersen und in Berge, Rainer Rodzis, auch als einzige Lösung an, um beide Männerchöre zu erhalten. „Wir sollten die beiden Fäden aufgreifen und daraus ein Tau knüppern. Sonst sehe ich keine Zukunft. Wir müssen der Realität ins Auge sehen“, machte er deutlich. Ein Zusammenschluss mit dem Frauenchor zum gemischten Chor, wie Erhard Neuhöfer als Überlegung in den Raum gestellt hatte, sieht er nicht als Lösung, da diese ganz andere Sätze als die Männer singen. Diese neu einzuüben würde schwierig werden. Ein, zwei Lieder gemeinsam mit den Frauen einzuüben, beispielsweise für ihre Feier zum 20-jährigen Bestehen am 7. Oktober dieses Jahres, sei aber kein Problem. „Ich wünsche uns allen viel Erfolg, dass wir alles meistern“, schloss Rodzis seine Ausführungen.

Nachdem Wolfgang Reboné einen positiven Kassenbericht abgegeben hatte – „So schlecht geht es uns gar nicht“ – hatte der Vorsitzende Herbert Herzmann auch noch eine freudige Aufgabe. Er überreichte dem dienstältesten Sänger Helmut Bochum in Vertretung für Alfred Fischer die Goldene Ehrennadel des Landeschorverbandes für 60-jährige Chormitgliedschaft. Außerdem erhielt dieser vom Vorstand einen Tee-Strauß, weil er im vergangenen Jahr nur einmal bei den 59 Treffen gefehlt hat. Für dasselbe Ergebnis wurde auch Lutz Haberland beschenkt.

Der Vorsitzende Herbert Herzmann fehlte nicht einmal. Und er hielt neben den Tee- auch noch richtige Blumen als Dankeschön dafür, „dass du uns immer zusammenkriegst, bei der Stange hältst und uns immer ein Vorbild bist“, führte Wolfgang Reboné aus.

Von Elke Weisbach

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