Erste Ferienwerkstatt in Langobardenwerkstatt in Zethlingen seit zwei Jahren / Neuer Shop und Ausstellung

Wieder Spaß mit Weben, Filzen und Graben

Drei Frauen formen Fladen
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Manja Tonn (von links), Helena Schurak und Birgit Thiemann formten die Fladen.
  • Ina Tschakyrow
    VonIna Tschakyrow
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Seit Dienstag gibt es wieder die Ferienwerkstatt in Zethlingen in der Langobardenwerkstatt. Es gibt für die Ferienkinder eine neue Station, an der Zinn gegossen wird.

Zethlingen – „Können wir hier schon rein?“, fragten die Kinder aus der Lockstedter Kita „Purnitzrabauken“ ganz begeistert vor dem Weberhäuschen in der Langobardenwerkstatt in Zethlingen. „Wartet, wartet, wir haben genug Zeit“, riefen die beiden Erzieherinnen. Nach einem kurzen Blick ging es mit einer Karte über das Gelände zu Schmied Bernd Nagel, der zeigte, wie mit Zinn Figuren gegossen werden. Das Zinngießen erinnert an das Bronzegießen, welches es früher auf dem Gelände der Langobardenwerkstatt gab. „Und das schon vor der Zeit, die wir hier darstellen“, erzählt Ellen Melzian, die momentane Leiterin des Museums. In der Langobardenwerkstatt wird die Zeit vor 2000 Jahren gezeigt, als aus Raseneisenerz Eisen verhüttet wurde. Und das auch von den Langobarden in Zethlingen.

Zinngießen lernen

Beim Zinngießen schauten am Dienstag viele Kinder zu, es ist eine neue Station in der Langobardenwerkstatt. Bogenschießen, Filzen, Steine schmettern, Tonscherben ausgraben, Brettchen weben, Schnitzen, Mehl mahlen, Ton formen und Lehmarbeiten konnten von den Kindern außerdem beim ersten Tag der Ferienwerkstatt ausprobiert werden, die erstmals coronabedingt seit 2019 wieder stattfand. Von Dienstag bis Donnerstag, gibt es bis zum Ende der Ferien, zuletzt am 26. August, die Ferienwerkstatt.

Bis zu 400 Menschen

Diese ist sehr beliebt bei den Ferienkindern. Ellen Melzian erzählt, dass in den vergangenen Jahren bis zu 400 Menschen pro Tag in der Langobardenwerkstatt waren. Vor der Corona-Pandemie gab es die Ferienwerkstatt an einem Tag pro Ferienwoche, nun an drei Tagen. So verteilt sich die Besucherzahl besser, hofft Ellen Melzian. Denn es dürfen nur maximal 150 Besucher in der Langobardenwerkstatt sein. „Wir hoffen, dass wir keine Leute abweisen müssen“, sagt sie. Es müssen sich nur größere Gruppen anmelden. Es wird auch kein negativer Corona-Test, Impf- oder Genesenennachweis benötigt. Coronabedingte Regeln gibt es dennoch in der Langobardenwerkstatt, die zum Beispiel die Toiletten oder Küche betreffen. „Das sollen die Besucher aber gar nicht spüren“, sagt Ellen Melzian, es solle alles möglichst normal ablaufen. So gibt es in der Küche die beliebte Langobardensuppe, Fladen und Zuckerkuchen.

Shop für Erinnerungen

Neu ist ein Shop am Eingang des Museums, der von den Mitarbeitern eingerichtet wurde. Es gibt dort T-Shirts, Rücksäcke, Messertaschen, Lederarmbänder, Perlen und Perlenketten, Filzwaren und Samentüten, die von den Museumsmitarbeitern selbst hergestellt wurden, zu kaufen. „So können die Kinder eine Erinnerung mitnehmen“, erklärt Ellen Melzian, die wenige Meter daneben auf verschiedene Ausstellungsstücke zeigt, die in Zethlingen gefunden wurden und nun auch ausgestellt werden. Darunter beispielsweise ein Kamm oder auch Modelle der Häuser.

Die Ferienwerkstatt ist dienstags bis donnerstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Die Langobardenwerkstatt ist außer montags jeden Tag von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

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