„Im Ernstfall spart das sehr viel Zeit“

Kalbe hat einen Schlauchwagen des IBK Heyrothsberge gekauft

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Renate Ahlfeld vom Kalbenser Ordnungsamt freute sich, gemeinsam mit Mitgliedern der Kalbenser Ortsfeuerwehr vor wenigen Tagen einen Schlauchwagen SW 2000-Tr von Brandoberrat Mario Friebus im Institut für Brand- und Katastrophenschutz (IBK) Heyrothsberge entgegennehmen zu können.

Kalbe / Heyrothsberge. Die Brandbekämpfer in Kalbe freuen sich abermals über ein neues Fahrzeug, mit dem sie Einsätze absichern können. Im Institut für Brand- und Katastrophenschutz (IBK) Heyrothsberge konnte der neue Gebrauchte vor Kurzem abgeholt werden.

Es handelt sich um einen SW 2000-Tr – ein Schlauchwagen mit Truppbesatzung, der im IBK bisher zu Ausbildungszwecken genutzt wurde. Er ist in einem guten Zustand, Baujahr 1995, und hat erst 40 000 Kilometer runter. Das Fahrzeug ist nun in Kalbe stationiert. Mit dem Schlauchwagen lassen sich lange Wegstrecken für die Wasserbeförderung legen. Bisher verfügten die Kalbenser Feuerwehren über keinen solchen Wagen, „deshalb sind wir auch so glücklich“, sagt Kalbes Ordnungsamtsmitarbeiterin Renate Ahlfeld, die mit einigen Kalbenser Kameraden das Fahrzeug in Empfang nahm. Denn im Einsatz mussten bisher mehrere Fahrzeuge verschiedener Wehren angefordert werden und die Einsatzkräfte aus vielen zusammengesteckten Schläuchen manuell eine Strecke legen. Dies entfällt nun, da der Schlauch 2000 Meter lang ist. „Im Ernstfall spart das sehr viel Zeit“, so Ahlfeld. Der Bedarf dafür zeichnete sich in diesem Sommer besonders ab, weil die Feuerwehren zu überdurchschnittlich vielen Feld-, Böschungs- und Waldbränden ausrückten. Bezahlt wurde das Fahrzeug aus laufenden Haushaltsmitteln außerplanmäßig. Wegen des niedrigen Preises musste die Ausgabe nicht von einem Gremium beschlossen werden.

Der besondere Bedarf in Kalbe wurde auch vom IBK berücksichtigt, der das Fahrzeug deshalb auch nicht ausschrieb. Man freue sich, den Brandschützern in Kalbe den Schlauchwagen für „kleines Geld“, so Brandoberrat Mario Friebus, übergeben haben zu können.

In diesem Jahr wurde auch eine Drehleiter für Kalbe gekauft, im nächsten Jahr steht der Kauf eines HLF für die Kakerbecker Einsatzkräfte an und es muss ein Ersatz für den ausgefallenen Tanker in Badel gekauft werden. Sind diese Fahrzeuge angeschafft, „sind wir erstmal wieder gut ausgestattet“, freut sich Renate Ahlfeld.

Von Hanna Koerdt

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