Aus alter Kalbenser Bibliothek wurde Karate- und Kleinsportzentrum: Dank an ehrenamtliche Helfer

Erfolgreicher Kraftakt für den Sport

Nichts erinnert mehr an die Bibliothek. Jonas Max Krüger (l.) und Siegfried Laucke zeigten zur Eröffnung des Kalbenser Karate- und Kleinsportzentrums tolle sportliche Kostproben.

Kalbe. Die Arbeit hat sich gelohnt. Nach einem mehrmonatigen Kraftakt der beteiligten Handwerker, Sportler und Sponsoren ist gestern das neue Karate- und Kleinsport-Zentrum Kalbe offiziell eröffnet worden.

Elisabeth Schmidt (r.) dankte im Namen von 80 Mitgliedern der Seniorensportgruppen für den gelungenen Umbau des kommunalen Gebäudes, das gestern in die Hände des Karatevereins übergeben wurde. Fotos (2): Osmers

Zahlreiche Mitglieder der Sportgruppen sowie Kommunalpolitiker der Einheitsgemeinde Kalbe freuten sich gemeinsam mit Landrat Michael Ziche und Bürgermeister Karsten Ruth über die sanierten neuen Trainingsräume. Insgesamt flossen annähernd 11 500 Euro Materialkosten in den Umbau. „Hier ist mit wenig Geld viel geschaffen worden“, würdigte der Landrat das Engagement der Helfer, die die ehemalige Bibliothek neben dem Rathaus unter Federführung von Karatelehrer Siegfried Laucke innerhalb eines halben Jahres in ein schmuckes Kleinod verwandelt haben.

Wie Bürgermeister Karsten Ruth sagte, ist das neue Sportzentrum in Kalbe das erste kommunale Objekt, das komplett in die Hände eines Vereins übergeben wurde. „Das ist ein ganz positiver Werbeträger für die Stadt und ein sehr positives Aushängeschild für die Einheitsgemeinde“, lobte Ruth. Er wünschte den Karatekas weiter viel Erfolg – und hält sogar den weiteren Ausbau des Domizils zum Karate-Landesleistungszentrum für möglich.

Nicht weniger stolz als die Kampfsportler um Siegfried Laucke, der auch als Karate-Landesjugendreferent die Kalbenser Sportler in Sachsen-Anhalt auf Landesebene vertritt, sind die anderen Sportgruppen, die die ehemalige Bibliothek für Trainingszwecke nutzen. Die 72-jährige Elisabeth Schmidt sprach allen Helfern im Namen der sieben Seniorensportgruppen mit ihren insgesamt 80 Mitgliedern einen herzlichen Dank aus und appellierte an alle Beteiligten, auch in Zukunft so erfolgreich „miteinander statt gegeneinander“ zu handeln. Nach Angaben von Siegfried Laucke wird das Karate- und Sportzentrum pro Woche sogar von mehr als 250 Nutzern im Alter zwischen zwei und weit über 80 Jahren frequentiert.

Ursprünglich hatten Karateverein und Gymnastikgruppen im großen Sportraum des benachbarten Hortes trainiert, der 2011 aber dringend gebraucht wurde, da die Anzahl der Hortkinder stetig steigt und dort nun jeder Quadratmeter benötigt wird. Da die Bibliothek im Zuge des Projektes Mehrgenerationenhaus in das Kulturhaus umzog, war die Gelegenheit günstig. Noch während der Umbauarbeiten wurde das Training wieder aufgenommen.

Von Dirk Osmers

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