Stadtrat gab gemeindliches Einvernehmen zum Vorhaben

Engültiges Ja zum Legehennenstall in Altmersleben

20.000 Hühner in Freilandhaltung wird es künftig in Altmersleben geben. Der Stadtrat hat keine Bedenken, auch, weil der Halter eine ortsansässige Familie ist.
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20.000 Hühner in Freilandhaltung wird es künftig in Altmersleben geben. Der Stadtrat hat keine Bedenken, auch, weil der Halter eine ortsansässige Familie ist.

Altmersleben – Der Stadtrat in Kalbe gab im Zuge seiner jüngsten Sitzung das endgültige gemeindliche Einvernehmen zum geplanten Bau eines Legehennenstalls mit Freilandgehege in Altmersleben.

Im Ortschaftsrat in Altmersleben hatte es seitens der Einwohner doch einige Bedenken hinsichtlich des Vorhabens von Jörg Otte gegeben, weshalb sich die Ortschaftsratsmitglieder alle enthielten.

Das konnte Stadtratsmitglied Mirko Wolff nicht nachvollziehen, „es verunsichert mich“, kritisierte Wolff. Volkmar Erl hatte zwar keine Bedenken bezüglich des Vorhabens selbst, fragte aber nach, wie sich der Stadtrat denn positionieren werde, wenn plötzlich in jedem Ort solche Anlagen entstehen sollen und ob dies künftig drohe. Allerdings sei jeder Einzelfall zu betrachten und es gebe viele Auflagen für solche Vorhaben zu erfüllen, klärte unter anderem Heiko Gabriel auf.

Insgesamt gab es im Stadtrat viel Verständnis für Jörg Otte. Er finde es „grundsätzlich gut, wenn sich jemand an so ein Projekt traut, es ist schwer in der Landwirtschaft“, meinte Martin Palm, selbst Landwirt von Beruf. Und Heiko Gabriel argumentierte, dass es sich schließlich um eine ortsansässige Familie handle, und nicht um eine fremde Firma, der das Dorf oder die Tiere egal seien. Dazu meinte Melissa Schmidt: „Wir alle greifen beim Discounter doch ins unterste Regal“. Deshalb sei es gut, wenn mehr Produkte aus der Region kämen, fand Schmidt und schmunzelte, dass Otte wisse „was ihm blüht“, wenn er seine Nachbarn durch Verfehlungen gegen ihn aufbringe. Dabei wird dem Dorf bereits entgegengekommen, mit der Nutzung eines ländlichen Weges statt der Ortsdurchfahrt und einem zusätzlichen wegbegleitenden Grünstreifen.

Der Stadtrat gab sein Einvernehmen mit drei Enthaltungen. Für die Genehmigung des Baus spielt dieses Einvernehmen allerdings keine Rolle, weil es sich um ein „kleines Verfahren“ handelt. „Das ist das Problem mit dem Planungsrecht“, resümierte Melissa Schmidt. VON HANNA KOERDT

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