Uwe Nebelung aus Jeetze reiste ins 3400 Kilometer entfernte Togliatti zum 40. Lada-Fest

„Es war einfach ein supertolles Erlebnis“

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Auf seinem Lada-Niva Baujahr 2010 hat Uwe Nebelung die Tour verewigt. Von Jeetze ging nach Berlin, dann über Posen nach Moskau. Von dort aus noch fast 1000 Kilometer nach Togliatti.

ann Jeetze / Togliatti. Uwe Nebelung kommt ins Schwärmen, wenn er von seiner Reise ins 3400 Kilometer entfernte Togliatti zum Lada-Niva-Fest erzählt.

Der Jeetzer war als einziger Teilnehmer aus Sachsen-Anhalt am zweiten Juliwochenende in Russland zum 40-jährigen Bestehen der bekannten russischen Automarke vor Ort. 

Uwe Nebelung mit der Einladung zum Lada-Fest in Togliatti. Gemeinsam mit weiteren 18 Lada-Liebhabern aus Deutschland war der Jeetzer nach Russland gereist, um das Fest zu feiern.

„Es war einfach ein supertolles Erlebnis“, spart der leidenschaftliche Lada-Fan nicht mit lobenden Worten. Besonders die russische Gastfreundschaft und die Besichtigung des riesengroßen Lada-Werkes bleiben für den 39-Jährigen unvergesslich. „Unsere Autos wurden kostenlos repariert und auch gewaschen“, berichtet der Jeetzer. Er hatte einen Anlasserschaden an seinem Auto und der wurde ihm von den Gastgebern kostenfrei ersetzt.

Auch der gute alte Trabant war beim großen Lada-Fest in Togliatti vertreten. An der russischen Grenze gab es einen Austausch.

Schon die Hinfahrt von Jeetze, die zunächst zum Treff nach Kallinchen bei Zossen führte, war dann im Anschluss zum Teil sehr abenteuerlich. Denn von Warschau und Posen aus ging es zunächst nach Litauen und dann nach Lettland. An der dortigen Grenze trafen die 19 deutschen Ladafahrer einen Mann aus Ostdeutschland mit einem gut erhaltenen Trabant. Er legte die Fahrstrecke ebenfalls mit seinem Gefährt zurück. Nach einem dritten nächtlichen Zwischenstopp in Lettland ging es dann nach Moskau und einen Tag später ins fast 1000 Kilometer entfernte Togliatti. „Wir hatten über 20 Baustellen, Staus, Regen und unzählige Lkw auf der Strecke. Es war zum Teil Hardcore“, blickt Uwe Nebelung zurück. Einige Kilometer konnten die Deutschen dann etwas entspannter fahren, weil der Lada-Konzern eine eigene Fahrspur besitzt und die Gäste aus Deutschland sie für einige Stunden benutzen durften. In der russischen Metropole mit 720 000 Einwohnern angekommen, drehte sich dann alles um den Lada. „Wir hatten bei dem Fest mit über 1000 Menschen in Togliatti einen besonderen Stand, weil Deutschland ein Autoland ist und damit ein besonderes Ansehen in Europa genießt“, sagte Ulf Nebelung. Neben der großzügigen Werksbesichtigung zeigten die Gastgeber dem Jeetzer und seiner Crew auch das Land. „Es gab eine Schifffahrt auf der Wolga und eine Stadtführung in Moskau“, erzählt Uwe Nebelung und ergänzt: „Das VW-Werk ist gegen das Lada-Werk eine Lachnummer. Dort war alles wesentlich größer als in Wolfsburg.“

Lada-Niva, so weit das Auge reicht. Vor dem Werk in Togliatti hatten sich fast alle deutschen Teilnehmer aufgestellt.

Um die Rückfahrt nach dem fast 14-tägigen Aufenthalt mit dem dreitägigen Jubiläumsfest in der früheren Sowjetunion den Deutschen etwas zu erleichtern, wurden ihre 19 Lada-Nivas mit dem Zug von Togliatti nach Minsk gebracht. Von dort aus trat Ulf Nebelung mit seinem Lada-Niva mit einer Übernachtung die 800 Kilometer lange Rückfahrt ohne Probleme ins beschauliche Jeetze an. „Bis auf die drei Stunden Pause an der Grenze zu Polen verlief alles gut“, erinnert er sich.

Seit 20 Jahren ist Uwe Nebelung Lada-Liebhaber und fährt auch seit dieser Zeit die bekannte russische Automarke. Neben einen Lada-Niva, Baujahr 2010 mit 80 PS, besitzt der KfZ-Mechaniker mit einem Meisterbrief noch einen Lada-Kalina, Baujahr 2008. „Der Lada hat einfache Technik, die Ersatzteile sind preiswert und zudem ist das Auto einfach zu reparieren und sehr robust. Ich möchte kein anderes Auto fahren“, schwört der Jeetzer auf die russische Automarke.

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