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Geschichtstafel für Kakerbecker Kirche

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Von: Ina Tschakyrow

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Geschichtstafel wird gezeigt
Wilma Schulz präsentierte die Tafel mit den Informationen zur Geschichte der Kirche und der Glocken. © Ina Tschakyrow

Über die Geschichte der Kakerbecker Kirche und deren Glocken informiert eine Tafel vor dem Gotteshaus. Der Vorstand des Heimat- und Kulturfördervereins hat dazu alte Aufzeichnungen von Pastoren durchgesehen.

Kakerbeck – Das erste Kirchenbuch ist auf das Jahr 1648 datiert, 1878 wurde die Turmuhr eingeweiht, zwei Glocken wurden 1901 erneuert, weil diese gesprungen waren, nach dem Ersten Weltkrieg war der Verbleib der kleinsten Glocke ungewiss, 2002 wurde eine große Glocke gegossen, sodass es wieder drei Glocken gab und in den Jahren 2016 und 2017 wurde das Kirchenschiff saniert, ebenso die Beleuchtung, die Kirchenbänke und die Farbgebung in der Kirche erneuert. Diese Informationen und viele weitere stehen auf einer Tafel vor der Kakerbecker spätromanischen Feldsteinkirche. Am Dienstagabend wurde die Tafel von der Vorsitzenden des Heimat- und Kulturfördervereins Kakerbeck, Wilma Schulz, und Pfarrer Dieter Borchert enthüllt. Zur Einweihung kamen Mitglieder des Heimat- und Kulturfördervereins, Sponsoren und interessierte Einwohner, darunter auch Mitglieder des Ortschaftsrates, um gemeinsam anzustoßen.

Mit der Tafel werde die Geschichte des Gebäudes erläutert und eine Verbindung zur Vergangenheit hergestellt, sagte Dieter Borchert. Dabei erfahren die Menschen beispielsweise, dass der Heimat- und Kulturförderverein im Jahr 2006 aus dem Glockenförderverein, der sich mit seiner Gründung 1999 dafür einsetzte, dass es wieder drei Glocken gibt, hervorgegangen ist. Der Heimat- und Kulturförderverein hatte vor zwei Jahren die Idee, die Tafel zu errichten. Der Vorstand hat die geschichtlichen Informationen aus alten Unterlagen, wie Aufzeichnungen von Pastoren, herausgesucht, erzählte Wilma Schulz. Die Arbeit daran dauerte länger als der Vorstand dachte, und auch der Text wurde umfangreicher. Fakten gibt es zur Kirche und zu den Glocken.

Tafel erinnert an Engagement der Einwohner

Die Tafel verbinde so die Vergangenheit mit der Gegenwart und Zukunft, sagte der Pfarrer. Dieter Borchert erklärte, dass das auch mit der Verantwortung einhergehe, diese mitzugestalten. Die Ideen, die zukünftige Generationen haben, sollten engagiert umgesetzt werden. Beispielsweise, wenn in ein paar Jahrzehnten die Tafel mit Informationen ergänzt werden kann.

Hinter dieser Tafel stehen Menschen, sagte der Pfarrer. Menschen, die die Infos zusammentrugen und die Tafel erstellten sowie auch Menschen, die in der vergangenen Zeit zur Gestaltung der Kirche und dem Dorfleben beitrugen, so der Pfarrer. Den Menschen, die sich an der Gestaltung, dem Erstellen und Aufbau der Tafel mit viel Eigeninitiative beteiligten, dankte Wilma Schulz anschließend mit kleinen Präsenten.

Restaurierung historischer Fahne geplant

Dieter Borchert informierte, dass es in der Kirche eine weitere Tafel gibt. Diese steht neben dem Altar und benennt auf Initiative von Joachim Voss alle evangelischen Pfarrer, die in der Kakerbecker Kirche seit dem 16. Jahrhundert tätig waren

Der Heimat- und Kulturförderverein Kakerbeck, der derzeit aus 36 Mitgliedern besteht, hat ein weiteres Projekt geplant. Dabei geht es um die Fahne des Fechtvereins, der sich einst für verwaiste Kinder einsetzte. Die Fahne, die sich im Raum des Vereins im Dorfgemeinschaftshaus befindet, soll restauriert werden, informierte Wilma Schulz.

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