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Eine Gemeinschaft seit 33 Jahren

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Geselliges Beisammensein war am Sonnabend beim Sommerfest der Kalbenser Kleingartensparte „Am Teufelsweg“ angesagt. Abends wurde dann gegrillt. © Stefan Schmidt

Kalbe. Etwas mehr als 60 Parzellen gibt es in der Kleingartensparte „Am Teufelsweg“ in Kalbe. Dort, am nördlichen Stadtrand, scheint die Welt noch in Ordnung zu sein.

„Wir haben so gut wie keinen Leerstand“, sagt Siegfried Genz, einer der Organisatoren des alljährlich stattfindenden Sommerfestes der Datschenbesitzer. Am Sonnabend trafen sich zahlreiche Schrebergärtner am Vereinsheim, um ein paar Stunden in gemütlicher Runde zu verbringen.

Wo andere Kleingartenkolonien über Nachwuchsprobleme und leer stehende Parzellen klagen, ist dies in Kalbe noch nicht der Fall. „Wir können nicht klagen“, sagt Siegfried Genz. Man treffe sich regelmäßig vor allem in den Sommermonaten, um gemeinsam die Freizeit zu verbringen.

Wie am Sonnabend. Da gab es am Nachmittag zuerst Kaffee und Kuchen. Ersteres natürlich aus dem großen Backofen von Genz selbst, der Bäckermeister ist und natürlich selbst am besten weiß, wie man solche leckeren Kreationen zustande bringt. Sein Backofen steht auf seiner Parzelle und ist dort das Herzstück, das regelmäßig in Gang gesetzt wird. Am Sonnabend schmeckte es wieder allen. Und gegen Abend wurde der Grill gleich neben dem Vereinsheim angeschmissen. Günter Pusch stellte sich mit der Grillzange dorthin und verwöhnte die Gaumen mit Würstchen und Steaks. Bis in den Abend hinein wurde das gesellige Beisammensein genossen.

Die Kleingartensparte besteht übrigens seit nunmehr 33 Jahren. Im Jahre 1979 wurde sie unweit des Kalbenser Bahnhofs ins Leben gerufen. Damals, als die DDR ihren 30. Jahrestag groß feierte. Und in jenem Gründungsjahr der Sparte wurde sie sinnigerweise „Kleingartensparte 30. Jahrestag“ getauft.

Dies Zeiten sind längst vorbei. Mittlerweile heißt die Anlage, politisch neutral, nach der Adresse, also „Am Teufelsweg“. Aber der Zusammenhalt, der ist heute noch so wie damals, als die ersten Datschenbesitzer einzogen. Und teilweise bis heute geblieben sind. Denn „wir haben hier einige alte Hasen“, so Siegfried Genz.

Von Stefan Schmidt

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