Sanierung des Kalbenser Feuerwehr-Gerätehauses stand im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung

„Eine einzigartige finanzielle Dimension“

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Das Feuerwehr-Gerätehaus in Kalbe ist alt. Sehr alt sogar. Statt eines Neubaus an anderer Stelle soll der bestehende Standort modernisiert werden.

Kalbe. Am Ende wandte Stadtwehrleiter Jörg Kämpfer einen kleinen Trick an.

Er wollte am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung der Kalbenser Ortsfeuerwehr, die in der benachbarten Grundschule stattfand, wissen, ob der Vorschlag einer sechsköpfigen Arbeitsgruppe mitgetragen werde. Dieses Gremium hat sich über die Zukunft des maroden Kalbenser Feuerwehr-Gerätehauses den Kopf zerbrochen. Kalbes Ortswehrleiter Ramón Rulff stellte zuvor das Ergebnis vor. Demnach plädiert das Gremium, dem unter anderem Rulff und Kämpfer angehören, für eine Sanierung des Objektes am jetzigen Standort an der Schulstraße. Und nicht für einen Neubau an anderer Stelle.

Kalbes Ortswehrleiter Ramón Rulff warb um die von der Feuerwehr-Arbeitsgruppe erarbeitete Sanierungs-Variante.

Diese Variante finden aber offenbar nicht alle Kalbenser Brandschützer gut. Sowohl Rulff als auch Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth warben jedoch für einen gemeinsamen Lösungsansatz. Gegenteilige Meinungen, für die man immer ein offenes Ohr habe, so der Ortswehrleiter, möge man intern äußern. Um am Ende möglichst mit einer Sprache zu sprechen. Die Pläne in sozialen Medien zu kritisieren, so mahnte der Bürgermeister, sei nicht hilfreich. Auch er warb dafür, eine gemeinsame Linie zu vertreten, „ansonsten haut mir der Stadtrat das Projekt um die Ohren.“ Karsten Ruths Appell: „Wenn eine Mehrheit dafür ist, müssen sich die Anderen eben unterordnen.“

Eine Gerätehaus-Sanierung, so betonte der Bürgermeister, würde „eine einzigartige finanzielle Dimension“ für die Stadt bedeuten. Und: Die Maßnahme könne wohl „frühestens in zwei, drei, vier Jahren“ realisiert werden. Man hoffe auf Fördergeld vom Land, ohne die eine Modernisierung kaum zu stemmen sei. Im Rathaus stehe man jedenfalls zu den Sanierungsplänen: „Wir sehen die Notwendigkeit, tätig zu werden.“ Wie Ramón Rulff erläuterte, können die Einsatzkräfte wegen der Enge im Gerätehaus erst nach dem Herausfahren der Fahrzeuge aufsitzen und nicht in der Fahrzeughalle selbst. Das koste nicht nur wertvolle Zeit, es beinhalte auch ein Sicherheitsrisiko.

Jörg Kämpfers kleiner Trick zum Abschluss des Themas: Er bat um eine offene Abstimmung unter den Anwesenden, ob man die von der Arbeitsgruppe vorgelegten Umbaupläne gutheiße.

Es gab keine Gegenstimme.

Von Stefan Schmidt

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