Stadtrat Kalbe würdigt kommunalpolitisches Engagement

Zwei Ehrennadeln in Gold verliehen

Gerhard Gansewig und Mathias Graf erhielten die Ehrennadel in Gold vom Stadtrat Kalbe
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Gerhard Gansewig (links) und Mathias Graf wurden für ihr anhaltendes kommunalpolitisches Engagement mit der Ehrennadel in Gold des Stadtrates der Stadt Kalbe (Milde) ausgezeichnet.
  • Hanna Koerdt
    vonHanna Koerdt
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Einem Doppelvorschlag des Kalbenser Ortschaftsrates, Bürger auszuzeichnen, folgte der Stadtrat Kalbe. Gerhard Gansewig aus Vahrholz und Mathias Graf aus Kalbe wurden Ehrennadeln des Stadtrates der Stadt Kalbe (Milde) verliehen.

Kalbe – Die Geehrten nahmen die Auszeichnung gerne an, und gleichzeitig die Gelegenheit wahr, die Stadtratsmitglieder dazu aufzurufen, in ihren Ortschaften zu überlegen, wer sich seit vielen Jahren ehrenamtlich oder besonders engagiert und wer für eine offizielle Würdigung vorgeschlagen werden könnte.

Politische und gesellschaftliche Gestalter

In der jetzt knapp elfjährigen Geschichte der Einheitsgemeinde Kalbe haben mit Gansewig und Graf nun fünf Personen diese Ehrung erhalten. Für die Auszeichnung mit der Ehrennadel muss laut Satzung eine von drei Voraussetzungen erfüllt sein. Die drei Kategorien sind: Personen, die sich auf politischem Gebiet über einen Zeitraum von zehn Jahren besonders um die Stadt verdient gemacht haben, die im besonderen Maße im Stadtgebiet Zivilcourage zeigten oder Ratsmitglieder, die dem Rat ununterbrochen für insgesamt drei Wahlperioden angehört haben. Sowohl Gerhard Gansewig als auch Mathias Graf erfüllen alle Voraussetzungen, erklärte Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth. Beide sind auf verschiedenen parlamentarischen Ebenen aktiv. Ihr Einstieg in die Kommunalpolitik begann sogar schon viel früher als mit der Gründung der Einheitsgemeinde. Genauer mit der politischen Wende. „Es gehörte viel Mut dazu, sich den Anforderungen, Chancen aber auch Risiken eines gesellschaftlichen Wandels zu stellen“, erklärte Karsten Ruth und fügte an, dass beide dies getan hatten. Sie waren nicht nur Kritiker dieser Zeit, sondern aktive Macher und Gestalter, „während viele von uns sich nur privat neu justieren mussten, haben Sie dazu auch gesellschaftliche Verantwortung übernommen“, so Ruth. Beide bewiesen Courage, indem sie sich einem neuen System stellten, sich alten Strukturen gegenüber konfrontiert sahen, ebenso wie der „immensen Erwartungshaltung“ der Bürger, erklärte der Bürgermeister, bevor er auch noch einzeln auf die Geehrten und ihre Leistungen einging. Gerhard Gansewig war unmittelbarer Gestalter der Kurgesellschaft und über zwei Legislaturperioden hinweg der Stadtratsvorsitzende. Er verstand es stets, nicht nur die Interessen des Ortsteils Vahrholz im Auge zu haben, sondern auch der Ortschaft Kalbe und trotzdem auch den Einheitsgemeindegedanken mitzutragen. Außerdem ist Gerhard Gansewig gesellschaftlich aktiv, beim Verein Die Vahrholzer 09 sowie im Gemeindekirchenrat. Letzteres ist ebenfalls Mathias Graf. Außerdem sei er „ein Pionier der Stadtgeschichte in der freien Demokratie“, so Ruth, und für ihn ein Begleiter und direkter Ansprechpartner im kommunalpolitischen Entwicklungsprozess, den sowohl Lebensweisheit als auch politische Weisheit ausmache.

Engagement sichtbar machen und würdigen

„Das Ehrenamt hat es zurzeit schwer“, bedankte sich Mathias Graf, weshalb er besonders froh war, auch in einer solchen Zeit gemeinsam mit Gerhard Gansewig geehrt werden zu können. Er wolle diese Auszeichnung deshalb stellvertretend für alle Ehrenamtlichen annehmen. Er appellierte, dass die kommunalpolitischen Vertreter aus den Ortschaften der Einheitsgemeinde schauen sollten, wer sich nicht nur auf politischer Ebene, sondern auch kulturell oder sportlich oder anders verdient macht und dies verstärkt zum Beispiel durch eine Auszeichnung sichtbar machen, da Engagement sich oft im Stillen abspielt. Dem schloss sich Gerhard Gansewig an. Ehrenamt müsse immer wieder in die Öffentlichkeit gebracht werden, da dies dazu beitrage, „dass gerne in unseren Orten gelebt wird“, so Gansewig.

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