Bauprojektplanung in Kalbe schreitet voran

Kalbe: Edeka-Eröffnung schon Anfang 2022?

Das Areal am Buchenweg in Kalbe liegt brach. Der NP brannte 2019 ab.
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Seit April 2019 liegt das Areal am Buchenweg in Kalbe, auf dem der NP abbrannte, brach. Dort soll ein neuer Edeka-Markt entstehen.
  • Hanna Koerdt
    vonHanna Koerdt
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Seit 2019 gibt Pläne, in Kalbe einen Edeka-Markt auf dem Gelände des abgebrannten NP-Marktes zu bauen. Nun könnte solch ein Markt eventuell schon Anfang 2022 eröffnet werden.

Kalbe – Kann schon Anfang 2022 ein Edeka-Markt in Kalbe eröffnet werden? Denn das hofft Andreas Nikoll, Expansionsleiter für das nördliche Sachsen-Anhalt der Edeka-Unternehmensgruppe. Er war am Donnerstagabend als Gast zur Stadtratssitzung eingeladen, um den Mitgliedern des Gremiums einige Informationen zum Bauprojekt zu geben.

Bereits als der NP-Markt stand – NP gehört zur Unternehmensgruppe – wurde überlegt, den bestehenden Markt in Kalbe zu erweitern. Dafür gab es sogar schon eine Baugenehmigung, „die kam nicht mehr zum Tragen, weil der Markt abgebrannt ist“, erklärte Andreas Nikoll. Danach wurde eine Bauanfrage gestellt. Man habe gedacht, das was für die Erweiterung des Marktes galt, auch „eins zu eins für einen Neubau gelten würde. Da wurden wir eines Besseren belehrt. Auch unsere interne Rechtsabteilung musste sich da eines Besseren belehren lassen“, erklärte Nikoll. Im Dezember 2019 wurde ein Bauleitverfahren eingeleitet. Mittlerweile sei man im Bauleitplanungsverfahren, „wir sind relativ weit fortgeschritten“, erklärte Nikoll, unter anderem sei der Umweltbericht eingereicht, Bodengutachten seien da, die Entwässerung werde diesen Monat geklärt. „Wir gehen davon aus, dass wir schätzungsweise im September das Baurecht erhalten könnten“, hofft der Expansionsleiter. Sobald die Unternehmensgruppe es könne, werde der Bauantrag eingereicht. Denn beide Verfahren können „zu einem späteren Zeitpunkt parallel laufen“, erklärte Andreas Nikoll den Stadträten. „Beschleunigt geht es leider nicht. Wir haben mit der Stadt zusammen alle Beschleunigungsmöglichkeiten, die wir hatten, genutzt“, so Nikoll, aber das Baurecht erlaube nicht viel Spielraum. Er gehe nicht davon aus, dass es für das Bauprojekt zu Schwierigkeiten kommen sollte, zeigte sich Andreas Nikoll zuversichtlich für das weitere Verfahren.

Welches Produktangebot es letztlich geben wird, das konnte der Expansionsleiter noch nicht genau sagen, denn dies ist auch abhängig von der Größe des Marktes. Momentan werde von einem Markt mit 1200 Quadratmetern ausgegangen, das heiße aber nicht, dass dies genehmigt werde. „Ich freue mich über das Signal, das Sie hier heute setzen“, bedankte sich Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth, bevor die Stadträte einstimmig für den Edeka-Markt stimmten.

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