Buslinie 100: Landrat Michael Ziche reagiert auf offenen Brief der CDU Kalbe

Drei Alternativen werden geprüft

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Die Linie 100 soll, so der vorläufige Plan, weg aus Kalbe und an die 300 in Klötze angebunden werden.

Kalbe – Nachdem sich jüngst Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel auf einen direkt an ihn gerichteten Brief von Kalbes Ortsbürgermeister Heiko Gabriel geäußert hat – er hatte Webel angeschrieben, da sich das Ministerium nicht zu offenen Briefen äußert –, gibt es nun auch eine Reaktion von Michael Ziche auf den offenen Brief des CDU-Ortsverbandes Kalbe.

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In dem Schreiben, welches der Redaktion der Altmark-Zeitung vorliegt, wird nochmals erklärt, dass die Schaffung einer Expresslinie von Salzwedel nach Magdeburg und der Aufnahme von Wolfsburg als Ziel der Buslinie 300 eine „wesentliche Qualitätssteigerung“ des Öffentlichen Personennahverkehrs darstelle, diese aber mit Einschränkungen einhergehe, nämlich dem Verlust der Landesbedeutung der Linie 400 zwischen Klötze und Gardelegen und dem Wegfall dieser Linie und dem Verlust des Linienabschnittes über Kalbe der Linie 100. Aufgeführt wird, dass ein im Stundentakt fahrender Bus (300) nur zu realisieren ist, wenn er die Linie 100 einbindet. Bei Anbindung der 100 an die 300 im Zwei-Stunden-Takt wird die komplette Linie 100 weiterhin vom Land finanziell gefördert. Bis jetzt unbeantwortet bleibt, warum diese Anbindung und somit Streichung der Kalbenser Linienführung notwendig ist. Vermutlich soll die 100 Fahrgäste für die 300 nach Klötze bringen und außerdem die weggefallene 400 von Klötze nach Gardelegen ersetzen.

Man habe versucht, die Verschlechterung für die Einheitsgemeinde Kalbe gering zu gestalten. Nach der massiven Kritik, auch bei der Sonderstadtratssitzung am 7. November, würden die Hinweise von Bürgern und den Institutionen nun vom Kreis geprüft, darunter auch der Vorschlag zur gemeinsamen Anbindung von Klötze und Kalbe durch die Linie 100. Aktuell werden neben dem ursprünglichen Fahrplanentwurf noch drei weitere Varianten „gewissenhaft geprüft“, heißt es. Welche diese sind, konnte auf Nachfrage der AZ beim Kreis noch nicht beantwortet werden. Da die Prüfungen umfangreich sind und Abstimmungen mit der NASA erfordern, wurde das Datum 1. Januar 2020 für das Inkrafttreten der Fahrplanänderungen verlegt, erklärt Michael Ziche. Ein neues Datum wird in dem Schreiben nicht genannt.

VON HANNA KOERDT

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