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Doris Beneke: „Ich bin entsetzt“

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Der Spielplatz in Zethlingen. Zwei Spielgeräte sind dort zuletzt abgebaut worden – ohne Wissen der Ortsbürgermeisterin, was sie ärgert. Fotos (2): Schmidt

Zethlingen. Sie sind nicht mehr da. Und das erzürnt nicht nur Doris Beneke. Die Ortsbürgermeisterin von Zethlingen und die Mitglieder des Ortschaftsrates sind empört über die Vorgehensweise der Stadt Kalbe.

Denn kürzlich wurden vom Spielplatz in Zethlingen zwei Geräte abgeschraubt und weggebracht. Sie würden eine Gefahr für spielende Kinder darstellen, erfuhr Doris Beneke aus dem Kalbenser Rathaus – im Nachhinein. Denn über die Abbau-Aktion, so berichtete sie während der Ortschaftsratssitzung am Donnerstagabend im Zethlinger Dorfgemeinschaftshaus, sei sie nicht informiert gewesen. Man habe sie und den Rat vor vollendete Tatsachen gestellt.

Es fehlen nun eine Hängebrücke und ein Baumhaus. Ein Kind sei vor einiger Zeit an einer Holzbohle eingebrochen, das Teil sei daraufhin kaputt gewesen. Passiert sei sonst aber nichts weiter.

Dass die beiden Spielgeräte gleich abgebaut worden sind, das versteht Doris Beneke nicht. „Ich bin entsetzt“, sagt sie. Und: Sie müsse „die „Vorgehensweise ganz hart kritisieren“. Man hätte im Vorfeld mit ihr, der Ortsbürgermeisterin, wenigstens sprechen sollen. „Dann hätten wir vielleicht eine andere Regelung gefunden.“ Man hätte beispielsweise Sponsoren auftreiben können, die Jagdgenossenschaft um Geld für eine Sanierung bitten können. Diese Chance habe man durch die Nicht-Information vertan, bedauert Doris Beneke.

Zumal der Spielplatz unweit des Zethlinger Fußballplatzes durchaus genutzt werde. Nicht nur von den Kindern aus dem Dorf, sondern auch von den Besuchern des kirchlichen Erlebnishauses, berichtete die Ortsbürgermeisterin.

Konsequenz: Der Zethlinger Ortschaftsrat wird nun einen Protestbrief aufsetzen. Und die Wiederherstellung des alten Spielplatz-Zustandes von der Stadt Kalbe einfordern. Ausdrücklich tut dies der gesamte Zethlinger Rat, nicht nur die Ortsbürgermeisterin. Das betonten die Ratsmitglieder am Donnerstagabend.

Von Stefan Schmidt

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