Erstes 24 Stunden-Simson-Rennen der Altmark sorgte bei Fahrern und Fans für Begeisterung

„Die sind doch schon etwas verrückt“

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Nach der Freigabe des Rennens waren die 41 Startfahrer nicht mehr zu halten. Schnell hatten sie die Simson-Maschinen gestartet und machten sich auf den langen Weg. 24 Stunden lang drehten die 296 Fahrer im Wechsel auf der 1,7 Kilometer lange Strecke Runde um Runde.

mb Kalbe/Wernstedt. „Die sind schon etwas verrückt“, sagte am Sonnabend eine Zuschauerin, als sie die tollkühnen Hobbyrennfahrer über das Stoppelfeld zwischen Kalbe und Wernstedt fahren sah.

Wie sie waren viele Besucher vom ersten 24 Stunden-Simson-Rennen der Altmark begeistert.

41 Teams aus der Region und weit darüber hinaus waren dem Aufruf des 1. Fußball-Clubs Kalbe-Wernstedt (1. FCKW) gefolgt und knatterten von Sonnabend 13 Uhr bis gestern 13 Uhr über den Acker. Insgesamt 296 Fahrer wechselten sich bei dem Rundkurs auf der 1,7 Kilometer lange Strecke ab. Sich und auch ihren Mopeds verlangten sie dabei alles ab.

Fotostrecke vom Simsonrennen

24-Stunden-Simsonrennen

Nach einer Einführungsrunde, die von Class Schulze auf einer brauen Schwalbe angeführt wurde, ging es zum Start. Der erfolgte allerdings zu Fuß, denn alle Startfahrer mussten von der Start-Ziel-Linie zunächst laufen, um dann unter den Augen von rund 300 begeisterten Zuschauern ihre Maschinen zu starten. Die ersten sieben Stunden dominierte das Team „MSC Letzlingen“ die Rennstrecke, gefolgt von „Simson-Sport Hottendorf“ und „BSE Meets PT“. Doch beim 24-Stunden-Rennen kam es nicht nur auf Schnelligkeit und weite Sprünge an, sondern vor allem auf das gute Zusammenspiel der Fahrer und den Helfern in der Boxengasse. Dank der guten Mechaniker, die alle Teams dabei hatten, dauerten die Boxenstopps meist nicht länger als fünf bis zehn Minuten. Das Tanken ging noch schneller. Einige Teams hatten auch mit etwas größeren Schadenslagen zu kämpfen. So gab es Dreck im Vergaser, verbogenen Fußrasten, abgefallene Auspuffanlagen und durchgeschlagene Federbeine sowie zerfetzte Kettenkästen. Doch insgesamt hielten sich die Ausfälle der robusten Simson-Technik in Grenzen.

Am Abend füllte sich das Maisfeld noch einmal mit vielen Zuschauern, bevor schließlich die Nacht hereinbrach. Neben den Frontstrahlern sorgte Flutlicht dafür, dass die Fahrer die Rennstrecke nicht aus den Augen verloren. Die Kälte, die mit dem Aufgehen des Vollmondes allmählich den Crews, den Fahrern und den Besuchern in die Knochen kroch, tat ihr Übriges. Wacker fuhren die Hobby-Rennfahrer aber Runde um Runde durch die Nacht, bis das erste 24 Stunden-Rennen gestern zu Ende ging.

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