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Zehnter Sommercampus in Kalbe: „Philosophieren, assoziieren, auch rumspinnen“

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Von: Stefan Schmidt

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Frau vor Videoleinwand
Es gab verschiedene Stationen. © Stefan Schmidt

Der zehnte Sommercampus wurde mit einem Atelierrundgang eröffnet.

Kalbe – Die Anfänge seien bescheiden gewesen. Aber mittlerweile habe sich der Sommercampus des Kalbenser Künstlerstadt-Vereins etabliert.

Dieses Fazit zog Corinna Köbele, die Initiatorin und bis heute das Gesicht der Künstlerstadt. Sie begrüßte am Sonnabend die Besucher zum ersten Atelierrundgang des mittlerweile zehnten Sommercampus mit Studierenden aus zahlreichen Ländern, die schon in Kalbe sind oder demnächst dort eintreffen werden. Wie die Südkoreanerin Hee Seo, die an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig studiert und sich „mit trivialen Ereignissen des Alltags“ beschäftigt, die sie „in Installationen übersetzt“. Ihr Gebilde aus Drähten uns Rohren erinnerte in der „Galerie die 8“ am Denkmalsplatz manchen Besucher an die Glasfaserkabel des Breitband-Ausbaus. Aber zeitgenössische Kunst, so erklärte Corinna Köbele, erlaube eben nicht nur die eine Interpretation. „Manchmal ist es nicht einfach, zeitgenössische Kunst zu verstehen“, ergänzte sie. Es gebe eben „nicht nur die eine Bedeutung“. Man könne beim Anblick der Werke gerne „philosophieren, assoziieren, auch rumspinnen“. Die Künstlerstadt Kalbe sei „ein Ort, der Euch gerne aufnimmt“, so die Initiatorin in ihren einleitenden Worten an die anwesenden Stipendiaten.

Neben der bereits erwähnten Hee Seo sind dies noch die ebenfalls aus Südkorea stammende und in Berlin studierende Eunjin Yoo, die in der UdSSR geborene deutsch-russische Künstlerin Jana Rot, der deutsche Jazz-Musiker Hans Otto sowie die Armenierin Tina Gevorgyan und der in Deutschland geborene Video-Installationskünstler Lennard Bernd Becker.

Der Internationale Sommercampus in Kalbe dauert noch bis zum 4. September.

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