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Erste Camping-Stellplätze für Kalbe online

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Von: Hanna Koerdt

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Schild für Campingplatz
Eine Wiese am Kalbenser Kulturplatz können seit kurzem Camper nutzen. Inzwischen sind es mehrere Stellplätze, die online angeboten werden. © Hanna Koerdt

Mitten in der Natur an der Zierauer Bockwindmühle oder zentral am Kulturhausplatz: Die Stadt Kalbe hat vor Kurzem die ersten Stellplätze für Camper ausgewiesen, die auf einer Online-Plattform präsentiert werden.

Kalbe – Seit Kurzem steht ein neues Schild an einem Weg zum Kulturhaus in Kalbe. Kein Tempolimit, sondern ein schwarzer Camper ist darauf zu sehen. Denn auf einer Wiese dort hat die Stadt Kalbe erste Stellplätze für Camper ausgewiesen, die nun auch auf der Internetseite des Anbieters „Alpaca-Camping“ online gestellt sind.

Der Stadtrat hatte sich in seiner Sitzung Ende Juli dafür ausgesprochen, Stellplätze auf der Internetseite anzubieten. Denn bislang gibt es in Kalbe keinen offiziellen Campingplatz. Dieser ist schon seit einigen Jahren und wird auch wieder Thema: Die Stadt möchte möglichst über eine Förderung einen Campingplatz mit entsprechenden Anschlüssen am Kulturhaus schaffen. Doch erst einmal sollen auch einfache Stellplätze Camper, die größtenteils autonom reisen, in die Einheitsgemeinde locken. Mit dem Platz auf der Wiese gegenüber des Spielplatzes am Kulturhaus „haben wir gestartet“, erklärt auf Nachfrage der AZ Kalbes Touristinfo-Leiterin Jessica Baldauf.

Platz für fünf Camper

Fünf Camper können dort zeitgleich stehen. Die Wiese war bis jetzt ungenutzt, „sie liegt zentral, ist aber geschützt“, erklärt Baldauf. Die Camper stehen dort dank einer Hecke nicht so sichtbar, wie an anderen Flächen am Kulturhaus. Kritik, weil der Ortschaftsrat nicht nach seiner Meinung zu diesem Stellplatz befragt wurde, gab es seitens Kalbes Ortsbürgermeister Heiko Gabriel im Stadtrat vor wenigen Tagen. Die Absprache mit Ortschaftsräten wurde allerdings beim Stadtrat im Juli nicht als Voraussetzung für die Ausweisung der Stellplätze festgelegt. Außerdem hatte Jessica Baldauf am 12. August alle Ortsbürgermeister angeschrieben, mit der Bitte, geeignete Flächen in ihren Ortschaften vorzuschlagen. Lediglich aus Karritz und Jeggeleben kamen bis jetzt Rückmeldungen. Es soll Stellplätze am Karritzer Dorfteich und an der Zierauer Bockwindmühle geben. Im Gespräch ist zudem ein Stellplatz am Zethlinger Sportplatz.

Auch einige private Eigentümer von Flächen haben sich bei der Stadt gemeldet, die ihre Grundstücke für Camper zur Verfügung stellen. „So ist es auch gedacht, denn damit wächst unsere Campingplatz-Gemeinde“, sagt Jessica Baldauf. Je mehr Stellplätze es gibt, desto attraktiver wird die Kommune auf der Internetseite und für Reisende.

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