Dickes Lob für die Schülerfirma

Stolz zeigen Jasmin Duwe und Franziska Junge die neue Gründungsurkunde.Fotos (2): Biermann

Kalbe - Von Gesine Biermann. Rund 90 Schülerfirmen gibt es im Land. In der Altmark allerdings sind sie nicht so häufig zu finden. Eine sehr erfolgreiche jedoch gibt es in der Sekundarschule Kalbe. Die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer erhielten jetzt ihre Gründungsurkunde aus offizieller Hand.

Frische Brötchen mit Käse, Schinken oder Salami belegt, darunter eine knackiges Salatblatt. Saftige Gurkenscheiben und Äpfel dazu, Claudia Mertens, Koordinatorin für Schülerfirmen in der Regionalstelle Sachsen-Anhalt hat zwar eigentlich schon gefrühstückt, einem so verlockenden Angebot kann sie dann doch nicht widerstehen und greift zu.

Am Freitagmorgen ist die Magdeburgerin allerdings nicht zum ersten Mal in der Kalbenser Sekundarschule. Das Gebäude kennt sie nämlich in- und auswendig. „Ich bin hier ein paar Jahre zur Schule gegangen“, verrät sie ihren jungen Gesprächspartnern. Damals war hier eine Außenstelle des Gymnasiums in Gardelegen. Hier in der Cafeteria habe auch sie oft gesessen, erinnert sie sich. Und auch damals gab es ein Pausenangebot. Nur dass damals hier „eher Schokoriegel und andere Süßigkeiten“ im Angebot waren.

So etwas kommt bei Michelle, Selina, Franziska, Katja, Jasmin und Gina-Marie allerdings nicht aufs Tablett. Bei ihnen gibt‘s ordentliches Frühstück. Wie gut das angenommen wird, lässt sich nachzählen. Zwischen 45 und 60 Brötchenhälften gehen hier allmorgendlich über den Firmentisch. Rohkost und/oder Obst gibt es täglich gratis.

Dass auch das gut ankommt, kann man am Freitagmorgen übrigens mehrfach beobachten. Auch Schüler, die sich selbst ein Pausenbrot mitgebracht haben, greifen zum rotbackigen Apfel.

Und ein bisschen rot vor Freude werden die Mädchen der Schülerfirma am Freitag dann auch, denn Claudia Mertens verteilt für so viel Engagement und Durchhaltevermögen ein ganz dickes Lob.

Mitgebracht hat sie den Jungunternehmern aber auch noch etwas anderes. Nämlich eine hochoffizielle Gründungsurkunde der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, die vom Europäischen Sozialfonds und vom Landeswirtschaftsministerium gefördert wird.

Und Claudia Mertens versichert ihnen, dass sie die Arbeit der jungen Kalbenser – die mit Uwe Schmidt auf einen engagierten Mentor vertrauen können – in anderen Schulen als tolles Beispiel dafür beschreiben wird, wie eine Schülerfirma funktioniert. Und dann beißt sie beherzt in ihr Schinkenbrötchen.

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