Mögliche Gemeinschaftsinvestition?

Desolater Sportplatz in Kalbe: Beide Schulträger sollten nach Lösung schauen

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Der Kalbenser Schulsportplatz ist in schlechtem Zustand. Zu erneuern, wäre eine große Investition, die die Stadt nicht alleine tätigen kann. Aber möglicherweise gemeinsam mit dem Kreis, der Träger der Sekundarschule ist.

Kalbe – Er gleicht, besonders im Moment, eher einem Schrott- als einem Sportplatz. Schotterhaufen liegen rum, ein großer Haufen Grünschnitt, kaputte Tore – doch das kann alles beräumt werden, bevor die Kalbenser Grund- und Sekundarschüler den Sportplatz an der Ostpromenade wieder für ihren Sportunterricht nutzen.

Bleibt aber das Problem, dass der Platz generell in einem schlechten Zustand ist. Ihn zu modernisieren, ist ein wesentlich höherer Aufwand.

Einer, den die Stadt nicht einfach alleine tragen kann. Die komplette Fläche und die Sportanlagen wie beispielsweise die unebene Laufbahn müssen erneuert werden. Hinzu kommen die Sanitäranlagen, die, so würden es Maklerfirmen beschreiben, die eine Schrottimmobilie auf den Markt schmeißen, den Charme vergangener Tage besitzen. Die Kosten könnten, je nachdem, was und in welcher Weise gemacht würde, in den siebenstelligen Bereich gehen, wurde 2018 im Zuge der Überlegungen deutlich, für eine teilweise Sportplatzerneuerung Geld aus der Schulbauförderung zu verwenden. Dieses ging dann aber komplett nach Brunau, für die ebenfalls weitreichenden Erneuerungsmaßnahmen an der Grundschule.

„Würden wir den Sportplatz dichtmachen, hätten die Kommune und der Kreis ein Problem. Dann könnten wir den Schulsport nicht mehr richtig abdecken“, sagt Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth. Und betont dabei, dass es ja zwei Schulträger gibt. Die Stadt als Träger der Grundschule, den Kreis als Träger der Sekundarschule. Und da Schüler beider Schulen den Platz nutzen, sollten möglichst auch beide Träger in die Sanierung investieren. Das jedenfalls befand der Kalbenser Stadtrat während der Gespräche über die Schulsportförderung im vergangenen Jahr und bat Karsten Ruth, an den Landkreis heranzutreten, was dieser nun machen möchte.

Außen vor ist die Erneuerung der Flutlichtanlage, die für den Schulsport unerheblich ist, aber vom VfL Kalbe genutzt wird. Der Verein hätte diese über eine Sportstättenförderung erneuern lassen können. Man entschied sich aber dagegen.

VON HANNA KOERDT

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