1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Kalbe

Denkmalprojekt bremst Wohnhausbau in Kalbe aus

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Ina Tschakyrow

Kommentare

Westpromenade in Kalbe
An der Westpromenade soll ein Haus für altersgerechtes Wohnen gebaut werden. Doch ein Denkmaldifferenzierungsprojekt bremst das Vorhaben aktuell aus. © Ina Tschakyrow

An der Westpromenade in Kalbe soll ein Wohngebäude entstehen. Das Denkmaldifferenzierungsprojekt, das noch immer nicht öffentlich vorgestellt wurde, verhindert das Vorhaben.

Kalbe – Nach teilweise lautstarken Diskussionen wurde das Thema von der Tagesordnung des Bauausschusses genommen. Es ging während der Sitzung um das Bauvorhaben an der Westpromenade (wir berichteten) in Kalbe. Dort soll ein Wohngebäude entstehen. Der Ausschuss sollte eigentlich über einen Entwurfs- und Auslegungsbeschluss zum Bebauungsplan entscheiden.

Dazu erklärte Kalbes Ortsbürgermeister Heiko Gabriel, dass sich das Bauvorhaben im Denkmalschutzbereich befindet. Über das Denkmaldifferenzierungsprojekt wurden die Bereiche festgelegt. Allerdings wurde darüber die Öffentlichkeit noch immer nicht informiert. Deswegen müsse das, was im Denkmaldifferenzierungsprojekt festgelegt wurde, eigentlich beachtet werden. Aber problematisch sei dabei, dass die Festlegungen noch nicht bei der entsprechenden Behörde „verankert“ wurden, sagte Heiko Gabriel. „In dieser Diskrepanz befinde ich mich“. Eine Presseanfrage vom 16. März der AZ an das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, nach dem aktuellen Stand des Projektes und wann die Ergebnisse endlich veröffentlicht und den Bürgern vorgestellt werden würden, blieb auch bis gestern unbeantwortet.

Es wurde sich darauf geeinigt, dass die Beschlussvorlage für das Bauvorhaben an der Westpromenade auch von der Tagesordnung des Hauptausschusses und des Stadtrates genommen wird.

Zuvor erklärte Bauamtsleiter Thomas Kräuter den Mitgliedern des Ausschusses noch, dass durch das Bauvorhaben Ersatzpflanzungen getätigt werden müssen. Diese sind im Park oder im Friedhofswald möglich. Hierzu wurde dann aber festgelegt, dass die Ersatzpflanzungen entweder auf demselben Grundstück erfolgen oder durch Ausgleichszahlungen umgesetzt werden sollten. Die Pflege der Bäume übernimmt in den ersten drei Jahren die Stadt, was auch auf fünf Jahre ausgeweitet werden kann. Bezüglich des Abstandes zur Milde gab es keine Bedenken. Die Tragfähigkeit der Brücke zum Grundstück sei gegeben, wie eine statische Untersuchung ergab.

Auch interessant

Kommentare