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Denkmalplatz Kalbe: Bäume können noch nicht gepflanzt werden

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Von: Hanna Koerdt

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Denkmalplatz in Kalbe
Bevor am Denkmalplatz neue Bäume angepflanzt werden können, müssen erst gesetzliche Vorgaben zum Verlauf der darunterliegenden Leitungen geklärt werden. © Hanna Koerdt

Zehn Bäume wurden im vergangenen Jahr nach einem Aufruf des Kalbenser Kultur- und Heimatvereins für Kalbes Denkmalplatz gespendet, die dort, nachdem mehrere Bäume zur Verkehrssicherung und Gefahrenabwehr gefällt werden mussten, neu gepflanzt werden sollen. Doch vorher müssen noch einige Details bezüglich der Leitungen unter dem Denkmalplatz geklärt werden, wodurch sich die Neuanpflanzungen verzögern.

Kalbe – Um ein einheitliches Bild für den Platz in der Innenstadt zu erhalten, sollen eigentlich einheitlich junge Bäume gepflanzt und die verbliebenen alten entfernt werden. Unter dem Denkmalplatz verlaufen Wasserleitungen und Kabel. Die alten Bäume haben Bestandschutz, daher ist es irrelevant, wie nah dran die Bäume und ihre Wurzeln an den Leitungen sind. Doch bei Neuanpflanzungen entfällt der Bestandschutz, „dann sind wir verpflichtet, uns an die aktuell geltenden gesetzlichen Vorgaben zu halten. Diese fordern einen bestimmten Abstand zu den Leitungen“, erklärt Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth auf Nachfrage der AZ. Deshalb müssen die Standorte der Bäume auf dem Denkmalplatz genau betrachtet werden „und wir müssen schauen, ob wir neue Standorte finden“. Alternativ müssten Leitungen verlegt werden. Die Stadt führe deshalb Gespräche mit der Avacon und dem Gardelegener Wasserverband. „Ich bin optimistisch“, erklärt Karsten Ruth und fügt hinzu: „Wir halten das nach wie vor für ein tolles Projekt, das für das Erscheinungsbild des Denkmalplatzes sehr zuträglich sein wird“.

Ein Konzept darüber, an welcher Stelle die Bäume genau stehen sollen, ist auch die Voraussetzung für eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung, die erteilt werden muss. Erst dann kann eine Baugenehmigung beantragt werden und erst, wenn diese erteilt wurde, kann tatsächlich gepflanzt werden. Unterstützung bei den denkmalschutzrechtlichen Punkten erhält die Stadt von einer Bürgerin, die Bauplanerin ist und sich für den Denkmalplatz ehrenamtlich einbringt. „Sie steht im Kontakt mit dem Denkmalschutz, wofür wir sehr dankbar sind“, berichtet Karsten Ruth. Der Denkmalschutz gibt beispielsweise auch die Baumart vor, die am Denkmalplatz gepflanzt werden darf.

Ob nun neue Standorte für die Bäume oder die Verlegung von Leitungen, für jede Variante sind „Mehrkosten für die Stadt nicht auszuschließen“, erklärt der Bürgermeister weiter. Falls dem so ist, muss der Stadtrat aber erst zustimmen.

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