Ortschaftsrat fordert erneut die komplette Nummerierung in Packebuscher Bungalowsiedlung

Damit die Häuser gefunden werden

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Nur zwei Familien haben für ihre Bungalows in der Siedlung bei Packebusch eine Hausnummer. Der Ortschaftsrat fordert das für alle Bungalows.

Packebusch. Von Packebusch in Richtung Brunau kurz vor der Alten Ziegelei führt ein Weg zu einer Bungalowsiedlung. Die Ortsansässigen finden das Gebiet bei Packebusch.

Für Fremde, die sich in der Gegend nicht auskennen, könnte es schwieriger sein, die richtige Adresse zu finden. Denn „welche Adresse soll man angeben, wenn es gar keine gibt?“, fragt sich Otto Wienecke.

Der Ortsbürgermeister von Packebusch erklärt auf AZ-Nachfrage, dass nicht alle Bungalows in der Siedlung eine Hausnummer haben. Lediglich zwei Familien verfügen über eine komplette Adresse, die anderen Bewohner können für ihren meist nicht dauerhaften Wohnsitz als Anschrift nur die Straße „Bungalow Weg“ angeben.

Welche Probleme dadurch entstehen, erfuhren die Packebuscher Ende des vergangenen Jahres / Anfang dieses Jahres. Ein Notarzt wurde gebraucht. Damit dieser und der Rettungswagen beim richtigen Bungalow ankommen, stellten sich Anwohner an die Straße, um den Sanitätern den Weg zu weisen. Aber das sei eben nicht üblich, nicht immer können Anwohner Fremde hinführen, erklärt Otto Wienecke. Deswegen war sich der Ortschaftsrat einig, dass ein entsprechender Antrag an die Stadt gestellt wird. Dieser wurde aber abgelehnt. Und das ist für den Ortsbürgermeister „unverständlich“, immerhin kann es um „Leben und Tod gehen“, wenn Notärzte, Feuerwehr oder Polizei gebraucht werden. Das sei doch „im Interesse aller, da können eigentlich ein paar Hausnummern nicht das Problem sein“, so Otto Wienecke. Laut Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth wurde sich diesbezüglich mit dem Altmarkkreis Salzwedel abgestimmt. Demnach ist in diesem Gebiet kein Wohnbau zugelassen und die Bungalowsiedlung stellt keinen dauerhaften Wohnort dar, daher wurde die Nummerierung abgelehnt.

Der Ortschaftsrat hat das Problem nochmals ins Protokoll für die nächste Sitzung im Januar genommen, da sich Otto Wienecke als Ortsbürgermeister in der Pflicht sieht, für die Bürger und die nichteinheimischen Anwohner daran etwas zu ändern. Viele Bewohner seien zwar nicht „365 Tage im Jahr da, aber vielleicht 300“, erklärt er und ergänzt, dass diese auch immer älter werden und an die Zukunft gedacht werden muss. Dass es nicht überall dieses Problem mit der Nummerierung gibt, zeigt sich in Arendsee. Otto Wienecke erzählt, dass es dort auch eine Bungalowsiedlung gibt. „Dort besteht die Möglichkeiten hinzufinden“, die Gebäude hätten Hausnummern. Das erhofft sich Otto Wienecke auch für die in Packebusch.

Von Ina Tschakyrow

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