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Corona bremst Kakerbecker Karneval wieder aus

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Von: Hanna Koerdt

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Karnevalsumzug in Kakerbeck
Leider kein „Immer hinein“: Die Prunksitzung und der Straßenumzug der KKG in Kakerbeck wurden erneut abgesagt. Denn Corona gefährdet die Feiernden und die Regeln schließen gleichzeitig aus. © Hanna Koerdt

Die Kakerbecker Karnevalisten sagen ihre Prunksitzung und auch den Straßenumzug ab. Das Virus gefährde die Feiernden, was selbstverständlich nicht passieren soll. Die Regeln würden aber ebenso Menschen ausschließen, was der Verein auch nicht möchte.

Kakerbeck – Erneut wird es im Februar keine Prunksitzung der Kakerbecker Karnevalsgesellschaft (KKG) geben, erklärt der Vorsitzende Heiko Fankhänel auf Nachfrage der AZ. Der Vorstand entschied sich außerdem dazu, den Straßenumzug ausfallen zu lassen. Denn nicht nur sei es schwierig zu garantieren, dass die Corona-Regeln eingehalten würden. Auch gebe es im Verein durchaus differenzierte Meinungen zu deren Sinnhaftigkeit.

Die Prunksitzung im Februar lockt immer mehrere hundert Gäste in die Kakerbecker Turnhalle. Das zweite Jahr in Folge müssen die Karnevalisten nun darauf verzichten. Schon 2021 hatte die KKG gehofft, alternativ einen Straßenkarneval zu veranstalten, was wegen des Lockdowns nicht möglich war. Diesmal verzichtet die KKG direkt auf die Planungen. Kürzlich kam der Vorstand zusammen und sprach auch einzeln mit den Gruppenverantwortlichen des Vereins über die Situation. „Es gibt viele verschiedene Meinungen“, erklärt Heiko Fankhänel, und zwar bezüglich des Impfens und der Corona-Regeln. Der Vorstand entschied sich gegen die im Februar anstehenden Veranstaltungen unter den jetzigen Corona-Regeln, denn „wir wollen keinen ausschließen, aber auch keinen gefährden“, erklärt Fankhänel. Und: Bei einem Straßenumzug „hätten wir im Anschluss nicht gewusst wohin. Wir müssten auf den Wagen einzeln durch die Straßen ziehen. Und wir könnten nicht vermeiden, dass sich Darsteller in Grüppchen treffen.“

„Wir müssen uns bis in den November vertrösten“, erklärt der Vorsitzende. Es gebe die Hoffnung, dass die KKG einen Tanz in den Mai veranstalten kann, aber dafür müssten die Corona-Regeln wieder gelockert sein. Denn sonst stehe erst wieder die Proklamation im November an. Falls diese steigen darf, sollen nicht nur die Prinzengarde und Funken in Erscheinung treten, sondern die Darstellergruppen des Vereins auch kleine Auftritte haben, denn so gibt es zumindest „ein Ziel“ für sie in Sicht, sagt der Vorsitzende.

Glücklicherweise ist „durch die Linie, die wir fahren“ in dieser für den Verein scheinbar emotional, aber auch finanziell schwierigen Lage bislang niemand ausgetreten. „Wir hoffen, dass wir das alles überstehen“, sagt Heiko Fankhänel.

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