Burkhardt Reppin baut insektenfreundliche Nutzpflanzen an

Nahrung für Bienen rund um Vahrholz wegen ökologischer Landwirtschaft 

Ein Landwirt im Feld
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Burkhardt Reppin betreibt eine ökologische Landwirtschaft. Deswegen baut der Landwirt Felder mit insektenfreundlichen Nutzpflanzen an.
  • Ina Tschakyrow
    vonIna Tschakyrow
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Genügend Nahrung gibt es für Bienen und andere Insekten rund um Vahrholz. Denn auf den Feldern baut Landwirt Burkhardt Reppin insektenfreundliche Nutzpflanzen an. Er betreibt seit 2007 eine ökologische Landwirtschaft.

Vahrholz – Die Bienen fliegen zwischen ihrem Bienenstock und dem Feld hin und her. Ein leises Summen ist ständig zu hören. Auf dem 5,7 Hektar großen Feld mit den bunt blühenden Nutzpflanzen sind nicht nur Bienen zu sehen, auch Hummeln und andere Insekten fliegen die Blüten an. Auf dem Feld wachsen Sommer- und Winterwicke, Inkarnatklee und Kornblumen. Das sind alles insektenfreundliche Nutzpflanzen, die auf dem Feld bei Vahrholz blühen. Das Feld wird von Landwirt Burkhardt Reppin bewirtschaftet.

Jedes Jahr baut er zu den Jahreszeiten Pflanzen auf dem Feld neben den Bienenstöcken an, die immer wieder blühen, solange die Bienen fliegen und Nahrung brauchen. Viele Bienen ernähren sich von Raps, der aber nicht das ganze Jahr blüht bzw. werden danach von Landwirten keinen neuen blühenden Pflanzen angebaut. Deswegen wird es für die Bienen schwierig, nach der Rapsernte noch Nahrung zu finden. Aber nicht für die Bienen neben dem Vahrholzer Feld.

Burkhardt Reppin betreibt eine ökologische Landwirtschaft, vorher eine konventionelle Landwirtschaft, was sich 2007 dann änderte. „Das macht mir einfach mehr Spaß“, sagt Burkhardt Reppin. Bei der ökologischen Landwirtschaft wird auf synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel verzichtet, erklärt der Landwirt. Es sei einfach eine andere Landwirtschaft, es werden Grundkenntnisse und besonderes Fachwissen benötigt, die bei dieser Landwirtschaft wieder angewendet werden. Sehr wenige Maßnahmen werden unternommen, die Pflanzen und Tiere belasten.

Die Felder von Burkhardt Reppin befinden sich rund um Vahrholz. Jedes Jahr werden auf den Feldern andere Pflanzen angebaut. „Damit mal andere Kulturen auf den Feldern stehen“, sagt er. Das ist wichtig für die Artenvielfalterhaltung. Es gibt nicht nur mehr Insekten, sondern deswegen auch eine sehr starke Niederwildpopulation. Es leben dort also mehr Hasen, Feldlerchen, Rebhühner und Fasane. Aber weil deswegen auch das Nahrungsangebot größer ist, gibt es auch mehr Raubtiere. Störche, wovon ein Paar in Vahrholz lebt, und Kraniche hat Burkhardt Leppin schon durch seine Felder laufen sehen.

Der Landwirt baut die Pflanzen immer felderweise an. Die insektenfreundlichen Pflanzen wie Sommer- und Winterwicke, Inkarnatklee und Kornblumen werden nicht mit anderen Pflanzen wie Buchweizen vermischt. Das ist problematisch bei der Ernte, erklärt Burkhardt Reppin. Er baut alle gängigen Getreidearten an. Das Getreide wird in ein Lager nach Bad Bevensen gebracht und bei der Bohlsener Mühle zu Mehl, Keksen, Brot, etc. weiterverarbeitet, die dann auch in den Einkaufsmärkten der Region gekauft werden können. Auch die Apenburger Landbäckerei wird für die weitere Verarbeitung mit Erzeugnissen aus dem Getreide von Burkhardt Reppin beliefert. „Das Getreide wird also in der Region verarbeitet“ und die Produkte können hier gekauft werden. Und vom Honig, den der Imker Manfred Jäger von seinen Bienen erhält, bekommt Burkhardt Reppin auch ein Glas, aber immer nur bestimmte Sorten, schmunzelt er, da die Bienen hin- und herfliegen und damit verschiedene Blüten auf den Feldern anfliegen. Wenn die Pflanzen auf dem Feld verblüht sind, wird geschröpft und der Aufwuchs bleibt auf dem Feld stehen, daraus entsteht dann Humus. Dieser hat eine bessere Speicherbildung, weswegen auch nicht so oft bewässert werden muss, und Nährstoffe, wie zum Beispiel Nitrat, auch dann erst freigesetzt werden, wenn es die nächste Kultur verlangt.

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