Eltern wollen beteiligt werden

Brunauer Grundschulumbau: Wohin geht´s für die Kinder?

Für die Bauphase an der Grundschule in Brunau könnten die Kinder entweder in die dortige Speisewirtschaft, in Badel oder in Kalbe einziehen.
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Für die Bauphase an der Grundschule in Brunau könnten die Kinder entweder in die dortige Speisewirtschaft, in Badel oder in Kalbe einziehen.

Brunau – Sein Sohn werde nach den Ferien die Grundschule in Brunau besuchen, erklärte in der jüngsten Stadtratssitzung Sebastian Schulze.

Neben weiteren Eltern aus Brunau und den umliegenden Ortschaften war er zur Einwohnerfragestunde gekommen, um das Thema Umbau Grundschule/Hort anzusprechen.

„Wie ist der derzeitige Plan? Wer ist Ansprechpartner?“, fragte Sebastian Schulze und wollte wissen, wieso die Eltern offiziell noch keine Kenntnis erhalten hatten darüber, die Grundschulkinder während der Bauphase ganz aus dem Gebäude zu nehmen, statt die Bauarbeiten parallel laufen zu lassen (AZ berichtete).

Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth erklärte, dass „wir deshalb noch keine Beteiligung gemacht haben, weil wir bis heute Mittag noch nicht genau wussten, welche Varianten wir überhaupt haben“. Der Wunsch nach der Verlegung der Kinder in ein anderes Gebäude kam von den Lehrerinnen. Über diesen Wunsch hatte der Stadtrat allerdings noch nicht beraten, auch wenn das Bauamt bereits erste Schritte diesbezüglich in Gang gesetzt hatte, damit die Planungen des Vorhabens nicht völlig zum Stillstand kommen und es eine Diskussionsgrundlage gebe.

Der Stadtrat hat nun nicht öffentlich beraten. Eine Entscheidung gibt es aber nur dazu, dass jetzt drei Varianten für die Unterbringung geprüft werden sollen: Die Unterbringung in der ehemaligen Speisewirtschaft in Brunau, in der ehemaligen Schule Badel – in dem Gebäude ist auch die Kita – sowie im Schulersatzgebäude in Kalbe. Nicht nur finanzielle Aspekte spielen hier eine Rolle – die Kosten würden für die drei Varianten voraussichtlich zwischen 45 000 und 140 000 Euro schwanken –, sondern auch, ob es zeitnah umzusetzen geht, ob der Schülertransport gesichert ist etc.. Badel und Kalbe seien für die Eltern „inakzeptabel“, machte Sebastian Schulze in der Einwohnerfragestunde den Standpunkt der Eltern deutlich. Der Schulweg sei für die Kinder zu lang. Allerdings, so bat Ruth schon vorab um Verständnis, handle es sich nur um eine temporäre Lösung. Er erinnerte daran, dass die Stadt, um den Schulstandort Brunau vor Jahren überhaupt erhalten zu können, das Schuleinzugsgebiet ändern ließ und damit vielen Eltern bzw. Kindern dauerhaft zugemutet hatte, längere Wege in Kauf zu nehmen.

Wenn die Varianten soweit auf ihre Realisierbarkeit geprüft sind, werden auch die Eltern vor Ort beteiligt. VON HANNA KOERDT

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