Schulumbau startet demnächst

Brunau: Stadt finanziert Bus für Hortkinder

Eltern sitzen in einer Versammlung zum Schulumbau in Brunau
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Bei der Elternversammlung im Dezember wurde der Bus für die Hortkinder diskutiert.
  • Hanna Koerdt
    vonHanna Koerdt
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Hortkinder fahren nachmittags mit normalen Bussen nach Hause, vorausgesetzt es gibt eine Bus-Linie. Für den Umbau der Grundschule in Brunau musste eine geschaffen werden. Die Eltern wollten sie aber nicht zahlen.

Kalbe/Brunau – Ab dem 15. Februar werden die Kinder der Grundschule Brunau in Kalbe unterrichtet. Ihre Schule und der Hort werden die nächsten eineinhalb Jahre umgebaut. Manche Kinder sollen nach dem Unterricht noch im Hort betreut werden, der, wie die Klassenzimmer auch, aktuell im ehemaligen Schulgebäude in Kalbe eingerichtet wird. Bezüglich der Nutzung des Hortes war es ein „großer Knackpunkt für die Eltern“, erklärte am Donnerstagabend Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth im Stadtrat, ob sie die Busfahrkarten ihrer Hortkinder bezahlen müssten.

Abholung vom Hort: Eltern selbst zuständig

Der Schulbusverkehr wird generell vom Kreis gestellt und unterliegt eigenen Regelungen. Nutzt ein Kind den Hort, egal ob in Kalbe oder einem anderen Ort, fährt es mit einem normalen Linien-Bus nach Hause, der kein Schulbus ist. Doch bisher gab es in Kalbe dafür keine geeignete Linie. Sie vorzuhalten, dazu wäre die Stadt generell nicht verpflichtet, denn das Gesetz besagt, dass Eltern für das Bringen und die Abholung von Hortkindern verantwortlich sind. In den vergangenen Monaten hatte die Stadt bei den Brunauer Eltern abgefragt, wie viele der Kinder in Kalbe den Hort nutzen würden. Regulär besuchten zu dem Zeitpunkt 53 Kinder den Brunauer Hort. Aktuell, so berichtete Marina Krüger dem Stadtrat, würden 32 den Hort nutzen wollen. Allerdings ein Teil davon nur unter der Voraussetzung, dass den Familien dadurch keine Kosten entstehen. Pädagogisch wertvoller, so erklärte es Marina Krüger, sei es für manches Kind besser im Hort betreut zu werden, als direkt nach dem Unterricht nach Hause zu müssen.

Stadt Kalbe zahlt Busfahrten doch

Für den Transport wird nun die Stadt aufkommen, die Kosten liegen bei 48 800 Euro für den gesamten Zeitraum des Umbaus. Zwar plädierten einige Stadträte dafür, die Eltern zumindest an den Kosten zu beteiligen, allerdings wurde die Idee nicht weiter verfolgt. Eventuell deshalb, weil Marina Krüger erklärte, dass privatrechtliche Verträge mit Eltern geschlossen werden müssten, und einige erfahrungsgemäß auch dann nicht bezahlen. Das Geld könne auch nicht beim Jugendamt geltend gemacht und nicht auf die Hortgebühren umgelegt werden. Allerdings soll die Auslastung der Busse durch die Hortkinder nach einiger Zeit überprüft und dann eventuell mit der PVGS nachverhandelt werden und eventuell dann eine Linie verkürzt oder ganz gestrichen werden.

Zwei Buslinien für Hortkinder verlängert

Es werden künftig zwei Busse, die regulär um 16.12 Uhr und 16.15 Uhr an der Sekundarschule abfahren, von den Hortkindern genutzt. Der eine fährt in Richtung Altmersleben, wo er sonst enden würde, weiter nach Brunau und Packebusch, der andere über seine eigentliche Endstation Güssefeld weiter bis Jeggeleben.

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