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Straßen- und Brückenbau nicht vor 2025

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Von: Hanna Koerdt

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Der Bahnübergang zwischen Brunau und Packebusch
Die Bahnhofstraße in Brunau führt über den Bahnübergang nach Packebusch. Weil über die Gleise eine Brücke gebaut werden soll, wird die Bahnhofstraße auch nicht vorher saniert. © Hanna Koerdt

„Wie sieht es aus mit der Erneuerung der Bahnhofstraße?“, fragte eine Bürgerin im Brunauer Ortschaftsrat. Zuletzt war die Information, dass die Straße im Jahr 2021 saniert werden sollte, was allerdings nicht passiert ist. Und es wird auch noch ein paar Jahre dauern.

Brunau – Im Ortschaftsrat wurde die Planung des 700-jährigen Dorfjubiläums begonnen (wir berichteten), dafür hatte Ortsbürgermeisterin Ortrun Cyris auch Bürger explizit eingeladen. Eine dieser eingeladenen Bürgerinnen erklärte: „Jeder, mit dem ich über die Einladung heute gesprochen habe, meinte: ‘700 Jahr-Feier? Mit der Straße braucht ihr keine Feier machen, das Geld könnt ihr woanders sinnvoller einsetzen.’“ „Das sind aber zwei Paar Schuh“, erklärte Ortrun Cyris. „Wir sind da nicht zuständig. Der Straßenbaulastträger ist dafür verantwortlich und muss für dieses Projekt in Gang kommen.“ Dies sei für die Bahnhofstraße das Land Sachsen-Anhalt, da es sich um die Landesstraße 12 handelt. So weit sie wisse, liegen die Straßenbaupläne für Brunau „auf Eis“. Denn es passiere sicherlich nichts vor dem Bau der Bahnbrücke über die Gleise zwischen Brunau und Packebusch, da dies ja die Bahnhofstraße betreffe. Außerdem müsse die Frage der Regenentwässerung mit der Stadt geklärt sein, da dies jener Teil ist, für den die Kommune zuständig sei. Und die Baumallee entlang der Bahnhofstraße sei zu einer naturgeschützten Allee hochgestuft worden, berichtete Ortrun Cyris weiter.

Die AZ fragte bei Meike Portius, Regionalbereichsleiterin der Landesstraßenbaubehörde Nord in Stendal, nach. „Uns ist bewusst, dass der Straßenzustand sehr schlecht ist. Unsere Planungen stocken etwas, weil die Maßnahme in Verbindung mit der Bahnübergangsbeseitigungsmaßnahme steht. Die L 12 soll an dieser Stelle eine Brücke erhalten. Der Straßenverlauf muss angepasst werden“, erklärt Portius. Es ist also tatsächlich so, wie vom Ortschaftsrat vermutet, dass erst wenn die Planungen der Deutschen Bahn AG diesbezüglich abgeschlossen sind, die LSBB die Planung ihrerseits abschließen könne. Es handelt sich außerdem, wie Ortrun Cyris, die in Kalbe auch Stadtratsvorsitzende ist, dem Ortschaftsrat erklärte, um eine Gemeinschaftsaufgabe mit der Stadt Kalbe. „Hier konnten die haushälterischen Voraussetzungen noch nicht abschließend geklärt werden“, erklärt Meike Portius. „Aufgrund der Gegebenheiten kann ich Ihnen deshalb auch noch keinen neuen Ausführungstermin benennen.“

Auch die Bahn kann noch nicht genau sagen, wann die Brücke gebaut wird. „Die Vorplanung für den Bahnübergang Brunau-Packebusch ist derzeit noch nicht abgeschlossen. Nach bisherigem Stand der Erkenntnisse wird voraussichtlich eine Straßenüberführung entstehen. Eine endgültige Aussage kann die Deutsche Bahn aber erst nach dem Abschluss der Vorplanung treffen“, erklärt die Pressestelle auf Nachfrage. Aktuell sei das Projekt noch nicht in die Bauphasenplanung eingeordnet. Die Bahn gehe davon aus, dass die Umsetzung des Projekts im Zeitraum zwischen 2025 und 2028 erfolgen kann. Der große geplante Festumzug zum 700-jährigen. Dorfjubiläum wird also noch über die alte Bahnhofstraße führen.

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