Doch keine ewig langen Wartezeiten für Fahrer

Brücke oder Tunnel am Bahnübergang Brunau

Bahnübergang zwischen Brunau und Packebusch
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Damit Autofahrer, besonders aber Rettungsdienst und Feuerwehren problemlos am Bahnübergang Brunau-Packebusch durchkommen, wird irgendwann zwischen 2025 und 2028 eine Brücke oder ein Tunnel gebaut.
  • Hanna Koerdt
    vonHanna Koerdt
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Entweder ein Tunnel oder eine Brücke werden irgendwann zwischen 2025 und 2028, wenn der Streckenabschnitt des Ostkorridors Nord Stendal-Uelzen ausgebaut wird, als Bahnübergang für den Straßenverkehr zwischen Brunau und Packebusch gebaut.

Brunau/Packebusch – Etwa 240 Züge, vielleicht noch mehr, werden ab 2028 auf der Bahnstrecke zwischen Stendal und Uelzen fahren. Mittendrin liegt der Haltepunkt Brunau/Packebusch mit einem Bahnübergang. Doch Wartezeiten von etwa 40 Minuten innerhalb einer Stunde müssen die Fahrer hier nicht erwarten. Denn, wie Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth am Donnerstag, 29. April, in der Sitzung des Stadtrates mitteilte, es wird ein niveaufreier Bahnübergang geschaffen.

Zuletzt im Oktober 2018 war Andreas Hartwig, Projektleiter der DB Netz AG und zuständig für den Abschnitt Nord des Bahnprojekts „Ostkorridor“ – die gesamte Strecke führt von Obertraubling in Bayern nach Uelzen in Niedersachsen –, in Brunau, um Bürgern einen Überblick zum Stand des Ausbaus der Strecke zu geben. Von besonderem Interesse waren neben den Lärmschutzmaßnahmen für die betroffenen Bürger die Schließzeiten des Bahnübergangs. Vor allem, weil hier der Rettungsdienst der Johanniter-Rettungswache in Kahrstedt sowie die Feuerwehr fahren, was bei langen Wartezeiten für in Not geratene Bürger ein hohes Risiko bedeutet hätte. In den Fällen, dass verlängerte Schließzeiten an Bahnübergängen der Ausbaustrecke dazu führen, dass verbindliche Rettungszeiten perspektivisch nicht mehr eingehalten werden können, initiiert die Deutsche Bahn eine Abstimmung mit dem Straßenbaulastträger sowie den Verantwortlichen des Rettungswesens. Dies erfolgte für den Bahnübergang Brunau/Packebusch. Mit dem Ergebnis, dass hier kein niveaugleicher – also ein ebenerdiger Übergang mit Schranken – Bahnübergang bestehen bleiben kann.

„Derzeit wird die Vorplanung für eine Beseitigung des bestehenden Bahnübergangs durch ein Ersatzbauwerk erstellt“, teilt DB-Pressesprecher Jörg Bönisch mit. Es werden sowohl eine Brücke als auch eine Unterführung untersucht. Alles läuft in enger Abstimmung mit dem Straßenbaulastträger, dem Altmarkkreis Salzwedel, und der Stadt Kalbe.

Am Ende der Vorplanung werden die beiden Varianten Brücke und Tunnel verglichen und sich für eine der beiden Lösungen entschieden. Die Stadt muss anfallende Kosten des Bahnübergangs nicht mehr zahlen, denn 2020 trat diesbezüglich eine Novelle des Eisenbahnkreuzungsgesetzes in Kraft. Die Baumaßnahme wird von Bund, Bahn und Land finanziert. Die Brücke oder Unterführung wird im Zuge der Ausbaumaßnahmen des Ostkorridors Nord Stendal-Uelzen zwischen 2025 und 2028 errichtet.

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