Badeler Ortsrat und Jagdgenossenschaft streben Sanierung der Bahnbrücke an / Christa Schulz: Ortschaft aktivieren

Für die Brücke müssen alle in ein Boot

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1911 wurde die Badeler Bahnbrücke errichtet. Heute fährt kein Zug darunter durch, aber sie ist das Wahrzeichen des Ortes. Deswegen soll sie saniert werden. „Wir müssen schauen, was wir zusammen schaffen können“, sagt Ortsbürgermeisterin Christa Schulz.

Badel. „Wir können nicht immer nur die Gemeinde anrufen, wir müssen auch selbst was tun“, sagt Badels Ortsbürgermeisterin Christa Schulz und beobachtet dabei ihren Hund, der schwanzwedelnd den Spaziergang über die alte Bahnbrücke in Badel fortsetzen möchte.

Denn diese soll saniert werden, wie der Badeler Ortschaftsrat jüngst entschieden hat.

Im Jahr 1911 errichtet, wurde die Bahnbrücke zum Wahrzeichen der Ortschaft – und ist es auch heute noch. Noch zu Zeiten der Verwaltungsgemeinschaft Apenburg-Winterfeld als technisches Denkmal deklariert, wurde sie 1991 mit Fördermitteln aus dem Programm „Aufschwung Ost“ in Höhe von 50 000 Mark komplett saniert und am 1. Oktober 1991 feierlich übergeben.

Seither sind schon wieder viele Jahre ins Land gezogen und die Brücke benötigt wieder eine Erneuerung. „Das Mauerwerk wurde mal erneuert und einige Bohlen ausgetauscht“, so Christa Schulz. Inzwischen ist das Holz aber sehr feucht, „weil durch die Äste nicht genug Sonne kommt“. Es ist von Moos befallen: „Zwischen den Ritzen wuchsen sogar schon ein paar Bäumchen hervor“, beschreibt die Ortsbürgermeisterin den Zustand, die in diesem Jahr die Brücke schon reinigte und vom Moss befreite.

„Ein Maler hat mir bereits gesagt, dass man mit Farbe hier nichts mehr machen kann“, erklärt Christa Schulz: „Die Brücke ist zwar sicher, aber sie muss gemacht werden. Die Bürger benutzen sie ja, es herrscht reger Betrieb.“ Verbotenerweise auch durch Pkw-Verkehr, wie sie selbst schon beobachten konnte – wodurch die Brücke noch mehr leidet. Deswegen wollen die Ortsräte, unter Federführung von Thomas Schreiber und in Zusammenarbeit mit der Jagdgenossenschaft Badel gemeinsam mit einem Fachmann prüfen, was an der Brücke genau gemacht werden muss.

Und wenn das klar ist, dann sollen auch die Badeler mit einbezogen werden. Denn: „Wir können hierfür kein Geld von der Stadt verlangen, das ist nicht da“, erklärt Schulz, die selbst im Kalbenser Stadtrat sitzt. „Aber die Bahnbrücke ist wichtig für den Ort, deshalb müssen wir schauen, was wir zusammen schaffen können.“ Denkbar für die Finanzierung wäre vielleicht auch die Suche nach einem Sponsor oder ein Spendenaufruf. Aber erstmal müsse alles konkreter werden, so Schulz.

Fest steht für die Ortsbürgermeisterin aber dennoch: „Wir müssen aktiv werden. Wenn wir hierfür nicht alle in einem Boot sitzen, dann wird das nichts.“

Von Hanna Koerdt

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