BI, CDU und Grüne begrüßen Entscheidung zum „Silbersee“

Brüchau: „Am Auskoffern führt kein Weg vorbei“

Jahrelange Untersuchungen des „Silbersees“ bei Brüchau hatten ergeben, dass die Bohrschlammgrube undicht ist. Dass sie jetzt ausgekoffert werden soll, ist laut BI „Saubere Umwelt & Energie Altmark“ die einzig richtige Konsequenz.
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Jahrelange Untersuchungen des „Silbersees“ bei Brüchau hatten ergeben, dass die Bohrschlammgrube undicht ist. Dass sie jetzt ausgekoffert werden soll, ist laut BI „Saubere Umwelt & Energie Altmark“ die einzig richtige Konsequenz.

Brüchau – Für die Bürgerinitiative (BI) „Saubere Umwelt & Energie Altmark“ war die Sachlage in Sachen Bohrschlammgrube Brüchau so klar, „dass sich ihr kein Abgeordneter entziehen konnte“, bilanziert Christfried Lenz die einstimmige Entscheidung des Landtages, dass der „Silbersee“ ausgekoffert werden muss (AZ berichtete).

Am Auskoffern führe auch kein Weg vorbei, so Lenz, nachdem die Untersuchungen der vergangenen drei Jahre erneut und noch deutlicher als früher ergeben hätten, dass die Grube undicht ist und jährlich tonnenweise Schadstoffe ins Grundwasser gelangen.

In diesem Zusammenhang merkt die BI an, dass es „absurd und abwegig“ sei, wenn die Betreiberfirma Neptune Energy anführe, dass undichte Stellen geflickt und die Grube abgedichtet werden könnte. Umso richtiger sei es, dass der Landtag unverzüglich einen genehmigungsfähigen Plan für eine zügige und sichere Beseitigung der gesamten Giftschlammgrube, für einen Abtransport und eine sichere Endlagerung der Inhaltsstoffe in geeigneten Deponien an anderen Standorten sowie für die notwendigen Maßnahmen zur Renaturierung und zum Gewässerschutz einschließlich der Reinigung von kontaminiertem Grundwasser fordere. Die BI hofft, dass den Worten nun auch Taten folgen werden.

Zu Wort gemeldet hat sich in dieser Sache auch der CDU-Landtagsabgeordnete aus der Westaltmark, Uwe Harms. Er dankte den Menschen vor Ort, insbesondere der BI, für ihren unermüdlichen Einsatz. Auch dieses Engagement habe dazu geführt, dass die Giftschlammgrube nun endlich beseitigt wird.

Die Grünen werten die Entscheidung im Landtag ebenfalls als „entscheidenden Schritt in Richtung Beseitigung der Giftschlammgrube“. Der altmärkische Kreisverband werde das Planungsverfahren weiterhin begleiten und „mit Nachdruck vorantreiben“, betont Gregor Laukert, Koordinator für Öffentlichkeitsarbeit.

VON ULRIKE MEINEKE

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