„Brot und Spiele“ das erste Mal im Naherholungszentrum bei Packebusch 

„Es war eine spontane Idee“

Tina Schmelzer (links) und Anne Scheiner, hier beim Schwertkampf, nahmen ebenfalls an „Brot und Spiele“ im Naherholungszentrum bei Packebusch teil.
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Tina Schmelzer (links) und Anne Scheiner, hier beim Schwertkampf, nahmen ebenfalls an „Brot und Spiele“ im Naherholungszentrum bei Packebusch teil.
  • VonLina Wüstenberg
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Einmal in eine andere Welt hineintauchen, das war am Wochenende im Naherholungszentrum bei Packebusch. Karsten Mertens veranstaltete dort das erste Mal „Brot und Spiele“.

Packebusch – „Es wurde Zeit, endlich wieder die Zelte aufzubauen, die Mittelalterklamotten anzuziehen und das Leben zu genießen“, sagt Karsten Mertens. Auf dem etwas versteckten Gelände zwischen Brunau und Packebusch wurde am Wochenende die Zeit in das Mittelalter zurückgespult.

„Es war eigentlich eine sehr spontane Idee“, erzählte Karsten Mertens, der das Mittelalterfest „Brot und Spiele“ in Packebusch organisiert hat. „Dann geht es bei mir immer recht schnell mit der Umsetzung“, lachte Karsten Mertens.

Durch die Corona-Pandemie war es in der Vergangenheit schwierig, solche Veranstalten stattfinden zu lassen. „Eigentlich habe ich den vergangenen Jahren im Herbst immer ein solches Festival organisiert“, so Mertens.

Das am Wochenende stattgefundene Zusammentreffen fiel durch Corona auch kleiner aus. „Es war deshalb auch keine normale Zusammenkunft mit den üblichen Kämpfen“, erklärte er. Aber Karsten Mertens war es dennoch wichtig, dass ein solches Treffen stattfand. „Es ist einfach schön zusammenzukommen und das gemeinsame Hobby auszuleben“, erklärte er.

So hatten sich bis zum Sonnabend insgesamt 48 Personen angemeldet, die sich in neun verschiedene Lager aufteilten. „Sie kommen aus ganz Norddeutschland verteilt. Es sind welche aus Braunschweig, Bremen, Lüneburg und auch aus Rostock da“, sagte der Besitzer des Naherholungszentrums.

Alle Teilnehmer mussten sich am Freitag testen lassen oder ihren Impfausweis vorzeigen. Den Freitag nutzten die Mittelalterfans zum Aufbau und einem Diplomatiespiel.

Am Sonnabend standen die verschiedenen Wettkämpfe an. So maßen sich die Frauen, Männer und auch Kinder im Steinstoßen, im Baumstammweitwurf und am Ende im Wikingerschach. Gemessen wurde dabei natürlich in der damals üblichen Maßeinheit, den Knoten. Bei den einzelnen Wettkämpfen wurde vom Publikum und auch von Karsten Mertens streng darauf geachtet, dass die Teilnehmer nicht übertreten. So ging es am Sonnabend zum Beispiel beim Steinstoßen eng zur Sache, sodass am Ende erst das Stechen den Wettkampf entschied.

Auch gab es noch eine kleine Theateraufführung, bei der die gesamte Gruppe das Lied „Männer mit Bärten“ präsentierten. Am Ende wurde dann entschieden, wer es am besten gesungen und dargestellt hat. Für die Kinder gab es auch eine Schnitzeljagd.

„Es geht zum Schluss darum, Spaß zu haben und die Zeit zu genießen“, fasste Mertens zusammen. Anschließend wurden die Sieger aller Disziplinen bei der Preisverleihung gefeiert. „Wir haben uns für die Sieger ein paar schöne Preise ausgedacht“, erzählte der Packebuscher. Am Sonntag ließen die Teilnehmer das Wochenende ausklingen und bauten ihre Zelte ab.

Mit den Einnahmen aus dem Wochenende will Karsten Mertens eine regionale Kindertagesstätte unterstützen.

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