Zu viel Wind an Heiligabend: Packebuscher Musikanten blieben am Boden / Glühwein und Punsch

Bläser im Schatten des Burgturms

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Die Packebuscher Blasmusikanten Axel Egger (von links), Anne-Marie Schulz, Gunnar Hartkopf, Marko Tarras, Jürgen Hottowitz und Frank Gerke spielten im Windschatten des Kalbenser Burggiebels.

mb Kalbe. Ein eisiger Wind pfiff am Heiligen Abend um den Kalbenser Burgturm und so waren am Sonntag die musikalischen Weihnachtsgrüße der Packebuscher Blasmusikanten – sie musizierten im Schatten des Burggiebels – auch sehr gut zu hören.

Mehrere hundert Besucher waren zum Turmblasen am Heiligen Abend zur Burgruine gekommen und bei heißem Glühwein lauschten sie den weihnachtlichen Klängen.

Die enge Wendeltreppe mit den schmalen Holzstufen, immerhin sind es 103, mussten die Musiker nicht erklimmen. Denn in Absprache mit Anne Haase von der Kalbenser Tourist-Info blieb man wegen des Windes auf dem sicheren Boden, was den Besucher sehr recht gewesen ist, konnte der Wind doch die musikalischen Klänge nicht über Kalbe hinwegtragen. Es war 16 Uhr, langsam wurde es über der Mildestadt dunkel und der Platz füllte sich allmählich. Die Lichterkette am Turm und Giebel gaben dem Abend einen romantischen Hauch von Weihnachten.

Kurz vor dem Beginn des Kalbenser Turmblasen sausten zwei Weihnachtsmänner auf ihren Motorrädern zur Burg hinauf.

Die Kalbenser und Besucher aus den Nachbardörfern waren gekommen, sogar aus Bismark, Arendsee und Klötze waren Besucher nach Kalbe gereist, um den Klängen der Blasmusikanten zu lauschen. Es gab Glühwein und Punsch, auch alkoholfreier war erhältlich. Auch in diesem Jahr war Familie Meineke mit ihren Helfern für die Gäste auf der Burg aktiv und bot die Heißgetränke an. Seit nunmehr 15 Jahren kümmern sie sich am Heiligen Abend um die Bewirtung der bis zu 400 Besucher des Kalbenser Turmblasens. Kurz vor 17 Uhr erklang dann das letzte Lied. Doch die meisten verweilten noch, um anschließend den Weg von der Burg zur Stadtkirche zu gehen um dort dem Weihnachtsgottesdienst beizuwohnen.

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