Erlebnishaus Altmark in Zethlingen feierte sein 15-jähriges Bestehen

Besondere Namen zum Jubiläum

Die Ideengeber der Namen für die Gruppenräume wurden während des Festgottesdienstes geehrt. Fotos (4): tschakyrow
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Die Ideengeber der Namen für die Gruppenräume wurden während des Festgottesdienstes geehrt.

Zethlingen – Freré Roger, Christel und Horst Hartmann, Hildegard von Bingen, Albert Schweitzer, Johann Hinrich Wichern und Martin Luther heißen die sechs großen Gruppenräume im Erlebnishaus Altmark in Zethlingen.

Paul Nachtigall (links) und Mattes Kamith spielten gegeneinander „Vier gewinnt“.

Die Namen wurden am Dienstag bei der Jubiläumsveranstaltung für das 15-jährige Bestehen der evangelischen Kinder- und Jugendbildungsstätte bekannt gegeben. Während eines Festgottesdienstes in der Zethlinger Kirche verkündete Leiter Volker Holtmeier die Sieger des Namenswettbewerbs, bei dem 20 Vorschläge für christliche Persönlichkeiten als Namenspaten eingereicht wurden. Überlegt hatten sich die nun ausgewählten Namen Beatrice Trüe, Salzwedels Superintendent Matthias Heinrich, Birgit Timme, Christel Schwerin, Pfarrerin Maria Eichenberg und die drei Schüler der Fleetmarker Grundschule, Jan Willem Watermann, Lennard Rath und Enno Kohlhas. Gesucht wurden die Namen für die Gruppenräume, weil sich „das Erlebnishaus Altmark schon seit Jahren einen Namen gemacht hat“, erklärte Volker Holtmeier.

Nach dem Festgottesdienst gab es vor dem Erlebnishaus ein gemeinsames Essen.

In den den vergangenen Jahren kamen viele Gruppen für verschiedene Projekte nach Zethlingen. In diesem Sommer beispielsweise eine Musicalgruppe und das Altmark-Camp, erzählte Volker Holtmeier während des Gottesdienstes. Dieser wurde von den Superintendenten beider Altmarkkreise, Matthias Heinrich (Kirchenkreis Salzwedel) und Michael Kleemann (Kirchenkreis Stendal), gestaltet. Matthias Heinrich dankte allen jetzigen und ehemaligen Mitarbeitern, den Spendern, dem Kuratorium, Veranstaltern und Gästen. Denn erst sie würden aus dem Gebäude das Erlebnishaus machen.

Das befand sich in den vergangenen Monaten coronabedingt in einer schwierigen Situation, erzählte Volker Holtmeier. Das Angebot konnte mehrere Monate nicht genutzt werden. Es gebe laut ihm noch immer Gruppen, die ihren Aufenthalt in Zethlingen wieder absagen. Bis jetzt sei aber immer alles gut ausgegangen, sagte Matthias Heinrich. Er war zuversichtlich, dass auch in 15 Jahren wieder Gäste hier sein werden, um ein Jubiläum zu feiern.

Über die Namenspaten der sechs Räume informieren Tafeln.

Das Erlebnishaus Altmark wurde vor 15 Jahren gegründet und ist aus dem ehemaligen Rüstzeitheim, eine Tagungsstätte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, hervorgegangen. In den 1970er Jahren wurde das Pfarrhaus von Diakon Horst Hartmann umgebaut und genutzt. 1987 kam Michael Kleemann als Vakanzvikar und Pfarrstellenverwalter nach Zethlingen. Er erinnert sich, dass das Pfarrhaus damals schon stillgelegt war. Nach der Wende wurde das Rüstzeitheim unter der Hausleiterschaft von Diakon Rainer Müller wieder aktiviert. In den 2000er Jahren wurde unter der Leitung von Gemeindepädagogin Birgit Weise eine Konzeption für eine evangelische Kinder- und Jugendbildungsstätte ausgearbeitet. Es wurde beschlossen, das Freizeitheim neu zu qualifizieren. Beide Kirchenkreise kooperierten. Es wurde ein Neubau mit mehr Betten geschaffen und der Altbau saniert. Es wurde etwa eine Million Euro in das heutige Erlebnishaus Altmark investiert. Auf dem Gelände wurde nach dem Festgottesdienst am Dienstagabend gemeinsam gegessen. Kinder konnten „Vier gewinnt“, Riesen-Jenga spielen und Dosenwerfen. Anschließend gab es eine Hausführung, bei der unter anderem die Schilder mit den neuen Namen und Informationen zu den Persönlichkeiten an den Räumen angeschaut werden konnten. VON INA TSCHAKYROW

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