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Kalbe als Teil eines großen Teppichs

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Von: Stefan Schmidt

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Malende Kinder
Die Pünktchen-Kinder bemalten das Kunstwerk. © Stefan Schmidt

Ein großes Einheits-Kunstwerk konnte auf dem Kalbenser Kulturhaus-Parkplatz bestaunt werden.

Kalbe – Es dauerte ein paar Minuten, bevor Ruben Herm und seine Mitstreiter ihr Werk auspackten. Es handelt sich um das eigenen Angaben zufolge „größte Einheitskunstwerk Deutschlands“, das da am Freitagvormittag auf dem Parkplatz vor dem Kulturhaus in Kalbe zum Vorschein kam. Aneinandergereihte Laken, die zu bürgerschaftlichem Engagement und Toleranz auffordern. Zu sehen sind unter anderem eine Weltkugel, ein Smiley und viele andere farbige Symbole, die Menschen aus verschiedenen Orten in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt auf Initiative der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Stück für Stück hinzugefügt haben. Auch Kinder aus Kalbe beteiligten sich an dieser länderübergreifenden Aktion. Es waren Mädchen und Jungen der AWO-Kindertagesstätte „Pünktchen“, die sich am Freitagvormittag am Kulturhaus einfanden, um mit bunten Stiften einen weiteren Teil des Kunstwerks zu vollenden. Ruben Herm, der Leiter der Arbeitsgemeinschaft „Mauern einreißen – Grenzen abbauen“ bei der AWO, erläuterte den Kindern, aber auch Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth und Vertretern des Kalbenser Künstlerstadt-Vereins die Idee zu diesem Kunstwerk. Es wird nach und nach an den insgesamt zwölf Standorten in zehn Landkreisen um ein weiteres Puzzleteil ergänzt. Bevor die Pünktchen-Kinder losmalten, sollte Karsten Ruth den Namen der Stadt aufmalen. Tags zuvor, so berichtete Ruben Herm schmunzelnd, sollte ein Kind in Braunschweig ebenfalls den Stadtnamen aufmalen. Angesichts der vielen Buchstaben beließ es der kleine Künstler beim Autokennzeichen BS. „Kalbe ist ja kürzer“, so Ruben Herm – und hat auch kein eigenes Autokennzeichen. Karsten Ruth malte die fünf Buchstaben dann auch unfallfrei auf.

Der Kulturhaus-Parkplatz in Kalbe habe sich für die Aktion deshalb angeboten, berichtete Ruben Herm, weil dort genügend Platz für das Kunstwerk vorhanden sei und eine Drohne problemlos aufsteigen könne, um die Szenerie optisch aus der Vogelperspektive einzufangen.

Am Tag der Deutschen Einheit, also am Montag, 3. Oktober, wird das dann vollendete Einheits-Kunstwerk auf dem ehemaligen Todesstreifen bei Hötensleben der Öffentlichkeit präsentiert.

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