Stadtrat entscheidet sich für den Erwerb von Flächen für einen Radweg zwischen Bismark und Kalbe

„Baut diesen Radweg“

Zwischen Kalbe und Bismark soll ein Radweg gebaut werden, der dann die beiden Städte verbindet. Damit soll unter anderem die Gefahrensituation für Radfahrer auf der L 21 entschärft werden.

Kalbe. „Baut diesen Radweg“, sagte Nicole Wernecke zu den anderen Mitgliedern des Kalbenser Stadtrates, die sich nach einer kurzen Diskussion mehrheitlich bei einer Nein-Stimme und einer Enthaltung für die überplanmäßige Ausgabe von 10.000 Euro für den Erwerb einer Fläche zum Radwegebau entschieden.

Diese Flächen sind für eine Strecke ab der Gemarkung Kalbe bis zum Bahnhof der Mildestadt.

Der geplante Radweg soll an der stillgelegten Bahnstrecke – die Deutsche Bahn veräußert aktuell die Flächen der früheren Zugverbindung – von Hohenwulsch nach Kalbe entlangführen und damit die Mildestadt mit Bismark, die ebenfalls an den Flächen in deren Gemarkung interessiert ist, verbinden. Dadurch soll diese Region touristisch erschlossen werden und außerdem die Gefahrensituation für Radfahrer an der L 21 entschärfen. Dort sei es laut Bürgermeister Karten Ruth „extrem gefährlich“. Das ist auch Nicole Wernecke wichtig, die als Beispiel den Radweg zwischen Wernstedt und Kalbe nannte. Dieser sei „Gold wert“ und „die Leute lieben den Radweg“.

Fragen kamen allerdings bezüglich der Summe von 10.000 Euro auf, woraufhin Karsten Ruth erklärte, dass diese Summe für den Kauf des Grund und Bodens notwendig sei. Zudem sei laut der Kämmerin Ingrid Bösener das Geld dafür im Haushalt vorhanden.

Ob die Stadt Kalbe die Fläche tatsächlich erwirbt, ist noch unklar. Denn es gibt noch mindestens zwei weitere Bieter, erklärte Bürgermeister Karsten Ruth. Die Deutsche Bahn geht beim Verkauf aber nicht nach dem Prinzip des Meistbietenden, sodass die Kommunen, auch wenn sie möglicherweise den niedrigeren Preis zahlen, trotzdem als Käufer in Frage kommen.

Von Ina Tschakyrow

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