Stadt zahlt 25.000 Euro mehr für Grünpflege

Baumschnitt statt Bauzaun in Kalbe

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Im Juli wurde der Kurpark teils gesperrt. In den Kalbenser Parks werden nun zusätzliche Bäume beschnitten.

Kalbe – Die Bäume der Parks in Kalbe befinden sich in einem sehr kritischen Zustand. Das liegt zum Einen an der Trockenheit des Sommers im Jahr 2018 und den wenigen Regenfällen in diesem Jahr sowie am Schädlingsbefall, der, begünstigt durch die extremen Wetterlagen, im ganzen Bundesgebiet zunimmt.

Es gibt viele trockene Äste, die eine Gefahr für die Einwohner und Touristen darstellen (AZ berichtete). Die Stadt ist zur Verkehrssicherung ihres Eigentums laut Bundesgesetzbuch verpflichtet, heißt es im Beschluss, der den Mitgliedern des Stadtrates nun vorlag.

Wegen der zugespitzten Situation wurden im Juli bereits Teile des Kurparks gesperrt. Um Schaden an Bürgern und eine Haftung der Stadt Kalbe abzuwenden, sind jetzt umfangreichere Baumpflege-Maßnahmen unumgänglich. Allerdings ist die Baumpflege aufgrund der Größe der Bäume durch eigene Kräfte nicht zu leisten. Der Bauhof ist weder personell, durch Qualifikation, noch technisch, durch Maschinen, in der Lage diese Aufgaben zu erledigen.

Alternativ zu den Maßnahmen bliebe nur eine massive Absperrung durch Bauzäune, im Abstand der doppelten Baumlänge als Sicherheitszone, um die gefährdeten Standorte zu sichern. Denn ein Haftungsrisiko kann allein durch eine Beschilderung nicht komplett ausgeschlossen werden. Bei drei Enthaltungen und 13 Ja-Stimmen beschlossen die Stadtratsmitglieder deshalb eine überplanmäßige Ausgabe für die Baumpflege. Die Kosten belaufen sich auf 25 000 Euro. Die Mehrausgabe wird aus zusätzlichen Gewerbesteuereinnahmen finanziert.

Mit dem Beschluss werden die Maßnahmen in den Parks der Stadt, also im Kurpark, im Park an der Median Klinik, im Pionierpark und im Park am Buchsbaumgarten, gesichert. Mit dem Geld werden vor allem Schnittarbeiten finanziert, erklärte Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth auf Nachfrage der Altmark-Zeitung. Gefällt werde generell nur dort, wo es tatsächlich auch unausweichlich ist, so Ruth.

VON INA TSCHAKYROW

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