Baumpflege: Stadt Kalbe und LSBB klären Zuständigkeit

Neuendorfer Linden noch immer nicht beschnitten

Linden in Neuendorf am Damm
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Auf den Baumschnitt in Neuendorf am Damm wird noch immer gewartet, denn die Zuständigkeit ist weiterhin ungeklärt. Aber die Stadt Kalbe und die LSBB arbeiten an der Klärung, auch für andere Orte, in denen es dieses Zuständigkeitsfragen gibt.
  • Hanna Koerdt
    VonHanna Koerdt
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Noch immer ist die Zuständigkeit, wer die Bäume in Neuendorf am Damm pflegen muss, ungeklärt. Das problem besteht aber noch in anderen Orten. Stadt und LSBB wollen gemeinsam eine Lösung finden.

Neuendorf am Damm – Vor rund drei Wochen schüttelte Jürgen Schulz im Ortschaftsrat den Kopf – wegen seiner Ratlosigkeit über die Ratlosigkeit der Behörden. Denn: Entlang der Dorfstraße in Neuendorf am Damm wachsen Linden, die beschnitten werden müssten. Die Zuständigkeit war aber unklar. Und sie ist es tatsächlich noch immer.

Eines steht fest: Eigentümer der Linden, die genau genommen entlang der Landesstraße 21 wachsen, ist nicht die Landesstraßenbaubehörde (LSBB) Regionalbereich Nord, sondern die Stadt Kalbe, erklärt auf Nachfrage der AZ Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth. Doch damit ist die Stadt trotzdem nicht automatisch auch für die Grünpflege verantwortlich. Denn rund um dieses Thema Bäume an Landesstraßen gibt es diverse Anforderungen und Rechtssprechungen, welche ja auch Jürgen Schulz in der Ortschaftsratssitzung am 26. Oktober den übrigen Ratsmitgliedern vorlas. Es ist also kompliziert.

Nichtsdestotrotz „sind wir beide um Klärung bemüht“, sagt Ruth. Deshalb arbeiten die Stadt Kalbe und die LSBB jetzt gemeinsam an einer Lösung. Und zwar nicht nur für Neuendorf am Damm. Denn tatsächlich „hatten wir mehrere Fälle in den vergangenen Wochen, bei denen Fragen nach der Zuständigkeit aufkamen“, erklärt der Bürgermeister.

Mitte Dezember findet ein Termin der Verwaltung mit der LSBB statt, um zu schauen, wie die Zuständigkeitsfragen künftig vermieden werden können und ob es möglich ist, eventuell „so eine Art Masterplan für das Stadtgebiet zu erarbeiten“, erklärt Ruth. Und zwar in Form einer Kooperation, beispielsweise durch gegenseitige Unterstützung bei der Grünpflege. „Es gibt Ideen und Gedanken“, sagt Karsten Ruth. Aber ob diese realisierbar sind, muss erst gemeinsam erörtert werden.

Die Neuendorfer Linden müssen also noch etwas warten, bis ihnen die Äste gestutzt werden.

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