Henning Krüger referiert über Handwerk, Handel und Gewerbe in der Mildestadt

Baumkuchen-Erfinder ist ein gebürtiger Kalbenser

Henning Krüger informierte in einem sehr kurzweiligen Vortrag zwei Stunden lang über die Entwicklung von Kalbe.

Kalbe. Einer der Erfinder des Salzwedeler Baumkuchens ist der gebürtige Kalbenser Andreas Schernikow. Über diese Nachricht vom Kalbenser Hobbyhistoriker Henning Krüger staunten am Freitagabend in der Gaststätte „Ratsstuben“ die 55 Anwesenden nicht schlecht.

Zwar hat Schernikow in der Jeetzestadt das Edelgebäck erfunden, doch er ist in Kalbe geboren.

Referent Henning Krüger hatte den kurzweiligen, zweistündigen Abend unter das Motto „Handwerk, Handel und Gewerbe in Kalbe an der Milde von den Anfängen bis 1931“ gestellt. Und der Vortrag, der gemeinsam mit dem Kultur- und Heimatverein unter Vorsitz von Andrea Müller organisiert wurde, traf den Nerv der Einheimischen. Bis auf den Platz war der Versammlungsraum besetzt. Sogar zusätzliche Stühle mussten in den Raum gestellt werden. „Ich bin von der Resonanz überwältigt“, freute sich der Hauptakteur des Abends. Eigentlich war der Vortrag schon im November des Vorjahres geplant. Aber der Kalbenser Kenner war auf der einen Seite ganz froh, dass er noch einmal verschoben wurde. So konnte sich der Experte in Sachen Heimatgeschichte in der Mildestadt noch etwas besser auf seinen öffentlichen Auftritt vorbereiten.

Zu Beginn seiner Zeitreise machte Krüger klar, dass die Stadt und Burg zusammengehören. Und echte Kalbenser Einwohner waren nur diejenigen, die vor der Milde wohnten. Wer hinter dem Wassergraben seinen Wohnsitz hatte, war kein Mildestädter, sondern gehörte zum Dorf, machte der Hobbyhistoriker klar. 1324 wurde die Stadt, damals noch mit C geschrieben, erstmals urkundlich erwähnt. Dabei spielt die Burg eine große Rolle. „Die Menschen suchten Zuflucht in der Burg, um sich zu schützen“, merkte Henning Krüger an, der seit unzähligen Jahren die Vergangenheit der Mildestadt recherchiert.

Von Henning Lehmann

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