Neue Awo-Tagespflegeeinrichtung für Demenz-Patienten offiziell eröffnet

Barth: „Marktlücke“ in Kalbe geschlossen

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Sie sind künftig für die Tagesgäste da: Simone Rakow (v.l.), Sabine Kusch, Andreas Schulz, Victoria David, Monique Wolff, Anna-Maria Hoppe und Kerstin Scharper.

Kalbe. Elf Patienten sind bereits angemeldet, für zwölf ist insgesamt Platz in der Tagespflegeeinrichtung für demenzkranke Menschen der Arbeiterwohlfahrt (Awo), die gestern zunächst vormittags mit eingeladenen Gästen eröffnet wurde und die zum Tag der offenen Tür am Nachmittag noch viele weitere interessierte Besucher anlockte.

Am 26. Oktober 2015 unterschrieb man den Kaufvertrag, berichtete Jürgen Barth, Awo-Vorstandsmitglied des Kreisverbandes Salzwedel. Baubeginn auf dem ehemaligen Caravan-Stellplatz war am 24. Mai 2016. Und am 5. September wurde auch schon das Richtfest gefeiert.

Gestern wurde die neue Awo-Tagespflegeeinrichtung in Kalbe eröffnet. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, sich in dem hellen und freundlich eingerichteten Gebäude umzusehen.

Eine „Marktlücke“ habe sich mit der Einrichtung in Kalbe geschlossen, so Barth. Sieben Mitarbeiter kümmern sich künftig um die Tagesgäste, die sowohl körperlich eingeschränkt sein können, denn schließlich ist der Modul-Bau behindertengerecht angelegt, als auch eingeschränkt in ihren Alltagskompetenzen. Und noch eines erleichtert den Angehörigen der Tagesgäste die Betreuung, nämlich ein Fahrdienst. Ab Februar werden die Tagesgäste betreut, zu Beginn noch „gestaffelt“, so Andrea Schmieder. Sprich: Zunächst kommen nur vier, nach einigen Wochen dann die nächsten, so dass es weder die Mitarbeiter noch die Tagesgäste überfordert und genug Zeit ist, jeden individuell kennenzulernen. Manche Gäste werden auch nur an zwei Wochentagen betreut. Dies lässt sich nach den jeweiligen Bedürfnissen vereinbaren. In einem großen, hellen Aufenthaltsraum kann gemeinsam Zeit verbracht und in der offenen Küche gekocht werden. Es gibt in Ruheräumen die Möglichkeit sich zurückzuziehen, in einem der Räume steht auch ein Krankenbett. Außerdem gibt es einen Kreativraum. Und besonders die Männer werden sich wohl über eine kleine Werkstatt freuen, die noch auf dem großen, umzäunten Außengelände gebaut wird.

Die Awo-Geschäftsführerinnen Andrea Schmieder und Kerstin Steffen sowie Jürgen Barth begrüßten die vielen Gäste.

Die Gäste, darunter Vertreter der Baufirmen und des Awo-Vorstandes, die Kalbenser Awo-Geschäftsführerinnen Andrea Schmieder und Kerstin Steffen, Stadträte wie Gerd Gansewig und Mathias Graf, Nachbarn wie Caspar Boshamer sowie Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth und der stellvertretende Landrat Eckhard Gnodtke, stießen mit Jürgen Barth auf eine gute Zukunft an und nutzten die Gelegenheit für viele Gespräche.

Von Hanna Koerdt

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