Exklusiv für das Burgfest im September gegründet: Kalbenser Männer erweitern das musikalische Programm

Die bärtigen Burgbarden bitten zum Tanz

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Sven Schmidt (von links), Marco Kühnel, Michael Krüger, Jens Eichenberg und Sebastian Krüger spielen als „Die bärtigen Burgbarden“ auf dem Kalbenser Burgfest am 8. September.

Kalbe. Echte Smashhits wie die 13. -Jahrhundert-Ballade „Winder wie ist“, der Gangnam-Style seiner Zeit, nämlich „Saltarello“ aus dem 14. Jahrhundert zum Mittanzen, der 1651-Fetenkracher „Row well, ye mariners“ oder auch „Wißt’n Juppjack hem“ aus der Altmark und das irische „Sally Garden“, zu dem das Guinness besonders gut mundet, werden erklingen, wenn am Sonnabend, 8. September, „Die bärtigen Burgbarden“ die Bühne betreten.

Denn dann wird in Kalbe nach mehrjähriger Pause wieder ein Burgfest gefeiert.

„Das können wir uns nicht nehmen lassen“, sagt Michael Krüger, die Kalbenser müssten musikalisch beim Fest vertreten sein: „Wieso nur andere Musiker einkaufen, wenn wir das Potenzial doch auch haben.“ Neben Michael Krüger, der die Fidel spielen wird, bestehen die bärtigen Burgbarden aus seinem Bruder Sebastian Krüger mit Gitarre und seiner Stimme, Sven Schmidt am Schlagzeug, Marco Kühnel an der irischen Rahmentrommel und Jens Eichenberg an der Flöte. Die Bärte müssen sich die Männer noch ein wenig wachsen lassen, bisher sind nur, außer bei Sven Schmidt, Stoppeln zu sehen, aber bis zum Burgfest ist ja noch ein wenig Zeit.

Viel wichtiger ist, dass die Musikstücke ordentlich eingespielt sind und dafür wird nun gemeinsam regelmäßig geprobt. Ein bisschen eingespielt sind die Männer ja bereits, denn sie haben alle schon in irgendeiner Form zusammen Musik gemacht. Und ihre Instrumente beherrschen sie auch, alle musizieren seit der Kindheit oder Jugendzeiten, nachdem „man den Musikunterricht verdaut hatte“, erinnert sich Marco Kühnel an das nicht ganz so „inspirierend“ abgehaltene Schulfach. Hat der Liebe zur Musik aber dann doch keinen Abbruch getan. Alle beherrschen sogar mehrere Instrumente – die für die Burgbarden-Band ausgesuchten wurden thematisch zum Burgfest gewählt. E-Gitarren gab es in mittelalterlichen Zeiten schließlich noch nicht. Auf dem Burgfest soll möglichst alles eben jenen mittelalterlichen Charakter haben. Und so hat Michael Krüger vorab passende Musikstücke ausgewählt und die Noten dazu bestellt. Es werden „urige“ Lieder gespielt, beschreibt Sven Schmidt den Stil der bärtigen Burgbarden – ein Mix aus Mittelaltermusik und Folk, auch Seemannslieder sind dabei und altmärkische up platt.

Neben der exklusiv für das Burgfest gegründeten Kalbenser Formation treten noch andere, in der Region auch schon bekannte Musiker auf. Während die Burgbarden auf der kleineren Bühne an einem der Burgkeller spielen, unterhält A.C. HIM alias Achim Orwat auf der Hauptbühne mit Irish-Folk und auch „Green Valley“ aus Jävenitz sind mit von der Partie.

Die Vorbereitungen für das Fest im September laufen. In Kitas wird von vielen Müttern und Erzieherinnen bereits damit begonnen, für die Kinder entsprechende Kostüme zu nähen. Es soll eine Hexe kommen, es gibt eine Feuershow und wahre Gaumenfreuden und die jüngsten Besucher können ein „Ritterdiplom“, das natürlich auch für Burgfräulein gilt, erlangen.

Von Hanna Koerdt

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