Unfall mit 26-Tonner bei Kalbe

Autokran pflügt 60 Meter Grünstreifen

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Ein 26 Tonnen schwerer Autodrehkran wurde laut ersten Informationen durch einen anderen Fahrzeugführer in Gegenverkehr gedrängt.

Kalbe. Zahlreiche Kraftfahrer, die am Freitagabend von Kalbe in Richtung Neuendorf am Damm oder in die umgekehrte Richtung unterwegs waren, mussten einen großen Umweg in Kauf nehmen - über Gardelegen und Brunau. Grund für Umleitung und Vollsperrung: Ein 26 Tonnen schwerer Autodrehkran, der laut ersten Informationen durch einen anderen Fahrzeugführer in Gegenverkehr gedrängt wurde.

 

Ortskundige nutzten die vielen kleinen Schleichwege.  Was kommen musste kam, denn das Bankett der Straße war so weich das es den 26 Tonnen nachgab und der Kran darin gut über einen halben Meter versank und durch gut 60 Meter Bankett pflügte bis ein Baum die Fahrt stoppte. Wenn der Baum wohl nicht gewesen wäre, hatte der 26-Tonner umkippen können. Das passierte gegen 15 Uhr. Gegen 17 Uhr haben dann die Bergungsarbeiten mit zwei weiteren Autokränen begonnen. Dafür war die Vollsperrung nötig.

Kurz vor 19 Uhr wurde auch die Kalbenser Feuerwehr alarmiert um bei der Bergung zu helfen. Nachdem die Kameraden aus Neuendorf am Damm nun nicht zum Gerätehaus nach dem Alarm kommen konnten, wurden diese mit Kegel, Warndreieck, Sicherheitsweste und Winkerkelle ausgerüstete. Doch viele Kraftfahrer nahmen die zwei Kalbenser Feuerwehrkameraden nicht für voll und umfuhren die Vollsperrung in Neuendorf oder nutzten den landwirtschaftlichen Weg hinter dem Dorf.

Doch an der Unfallstelle war kein Durchkommen. Andere versuchten ihr Glück über die dortigen Wiesen und blieben prompt stecken. Weit nach 21 Uhr dauerte die Bergung für die Klötzer Firma, der auch der verunglückte Kran gehörte. Der Kran stand wieder auf der Straße und konnte seine Heimfahrt aus eigener Kraft antreten. Verletzt wurde niemand.

Bilder von der Unfallstelle

Autokran pflügt Grünstreifen und prallt gegen Baum

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