Modellprojekt wurde von Künstlerstadt Kalbe ausgewertet

Keine Corona-Infektionen beim Potentiale-Festival in Kalbe

Ein Musiker spielt auf einer Wiese
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Die Konzerte während des Potentiale-Festivals schauten sich viele Besucher an.
  • Ina Tschakyrow
    VonIna Tschakyrow
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Das Potentiale-Festival der Künstlerstadt Kalbe fand vom 3. bis 6. Juni als Modellprojekt des Altmarkkreises Salzwedel während der Corona-Pandemie statt. Der Verein hat die Veranstaltung ausgewertet.

Kalbe – Abends spielten Bands Konzerte, am Freitag gab es eine Podiumsdiskussion, tagsüber konnte Freiluftschach gespielt werden, unter anderem die Ausstellung „Vom Fernrohr zum Mikroskop“ von Thomas Zoller und verschiedene Objekte, darunter eine Figur mit Lampe und Hackenschuhen, von Jim Whiting angeschaut werden und an verschiedenen Workshops teilgenommen werden – Das Potentiale-Festival der Künstlerstadt Kalbe bot für die Besucher verschiedene kulturelle Veranstaltungen. Viele Besucher waren vor Ort – die Konzerte waren vor allem am Freitag- und Samstagabend so gut besucht, dass alle Plätze belegt waren – und nahmen an dem Festival für improvisierte Musik und ländliche Entwicklung teil.

373 Corona-Tests durchgeführt

Die Potentiale fand vom 3. bis 6. Juni in Kalbe als Modellprojekt des Altmarkkreises Salzwedel statt und damit während der Corona-Pandemie. Eine Auswertung der Veranstaltung liegt nun vor, wie die Künstlerstadt Kalbe mitteilt. Während des Festival-Zeitraums wurden 373 Corona-Tests durchgeführt, die alle negativ waren. „Es konnte keine akute SARS-CoV-2 Infektion nachgewiesen werden“, informiert die Künstlerstadt Kalbe.

Hygienekonzept mit strengen Schutzmaßnahmen

Um den Gesundsheits- und Infektionsschutz für alle Beteiligten während des Festivals zu gewährleisten, wurde in Zusammenarbeit mit den zuständigen Gesundheits- und Ordnungsämtern auf Landesebene ein Hygienekonzept entwickelt, das strenge Schutzmaßnahmen und eine Teststrategie vorsah. So war eine Teilnahme nur für Genesene, Geimpfte oder täglich negativ getestete Personen möglich. Dazu wurden verschiedene Testmöglichkeiten angeboten – in den örtlichen Apotheken konnten Coronatests durchgeführt werden und in einer mobilen Teststation vom DLRG Diesdorf. Dieses war allerdings erst dann vor Ort, als die Apotheken bereits geschlossen hatten, was nicht jeder Festivalbesucher wusste, weswegen es beispielsweise am Freitagnachmittag für Teilnehmer der Podiumsdiskussion zu Komplikationen kam, weswegen die Podiumsdiskussion auch später begann. Es wurden die Künstler, Besucher und alle am Vorstellungsbetrieb Beteiligten täglich gestestet. „Die Durchführung verlief grundsätzlich reibungslos, die Bereitschaft der Besuchenden, sich testen zu lassen war überwiegend gegeben“, sagt die Künstlerstadt Kalbe.

Die Testergebnisse wurden zur etwaigen Kontaktverfolgung archiviert – auch das kritisierten einige Festivalbesucher, die in der Apotheke den wöchentlich kostenfreien Tests durchführten, der 24 Stunden gültig ist und somit auch für andere Veranstaltungen und Termine hätte genutzt werden können, aber vor Ort abgegeben werden musste. Für die Datenerhebung konnte auch die luca-App verwendet werden, was aber nur selten genutzt wurde. Laut der Künstlerstadt Kalbe wurde das Testprozedere aber „in den allermeisten Fällen als äußerst professionell und unproblematisch empfunden“. Ebenso hätten sich alle Besucher an die restlichen coronabedingten Hygiene- und Abstandsregeln gehalten, teilt die Künstlerstadt weiter mit.

Künstlerstadt Kalbe zieht positives Fazit

Der Verein zieht für sich folgendes Fazit: „Es kann festgehalten werden, dass sich das durchgeführte Hygienekonzept bewährt hat. Das durchgeführte Modellprojekt hat gezeigt, dass eine Durchführbahrkeit unter Pandemie-Bedingungen möglich ist und konnte ein Szenario für weitere Wiedereröffnungen von Kulturveranstaltungen skizzieren.“

Eine detaillierte Antwort des Altmarkkreises Salzwedel steht noch aus.

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